Anzeige 24.09.2026

Museum Modern Art Hünfeld zeigt 50 Werke von Antonio Marra

Hünfeld (pm/sim) – Wie verändern sich Wahrnehmung und Wirklichkeit, wenn sich der Blickwinkel ändert? Mit dieser Frage beschäftigt sich die neue Sonderausstellung „Die Wahrheit gibt es nicht – Wahrnehmung und Wirklichkeit im Postinternetzeitalter“ im Museum Modern Art in Hünfeld. Die Ausstellung des italienischen Op-Art-Künstlers Antonio Marra wird am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr eröffnet und zeigt 50 Werke aus verschiedenen Schaffensphasen – darunter zahlreiche, die erstmals öffentlich zu sehen sind.

Antonio Marra. Fotos: Magistrat der Stadt Hünfeld

Im Zentrum von Marras Arbeit steht die von ihm entwickelte polyperspektivische Malerei. Charakteristisch sind lamellenartige Bildträger, die mit leuchtenden Farben gestaltet werden. Je nachdem, aus welchem Winkel und in welcher Bewegung die Besucher die Werke betrachten, verändern sich die Bildgefüge, überlagern sich und bilden neue Farbkompositionen. So wird die Wahrnehmung selbst zum Bestandteil der Kunst.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über Marras künstlerische Entwicklung von frühen Arbeiten bis hin zu aktuellen Werken. Dabei wird deutlich, wie kontinuierlich sich der Künstler mit Perspektive, Wahrnehmung und Bildrealität auseinandersetzt. Erst durch die Bewegung der Betrachter erschließen sich die Werke in ihrer ganzen Vielfalt.

Antonio Marra wurde 1959 im italienischen Volturara Irpina geboren und schloss 1982 sein Kunststudium an der Accademia di Belle Arti in Neapel ab. Heute gilt er als bedeutender Vertreter der Op-Art und lebt und arbeitet in Offenbach am Main. Sein Konzept der polyperspektivischen Gestaltung übertrug er auch auf die Architektur. Ein Beispiel ist das 2015 eingeweihte Marrahaus in Heilbronn, dessen Außenfassade nach seinen Entwürfen gestaltet wurde.

Zur Vernissage wird Marra persönlich in seine Ausstellung einführen und Einblicke in sein künstlerisches Schaffen geben. Die Laudatio hält Claudia Kleinert, Kulturbeauftragte Martina Sauerbier begrüßt den Künstler und die Gäste.

Begleitend zur Ausstellung sind weitere Veranstaltungen geplant: Ein Familientag findet am Sonntag, 11. Oktober, ab 15 Uhr statt. Zum Kunstfrühstück lädt das Museum am Sonntag, 25. Oktober, ab 10 Uhr ein. Die Finissage ist für Samstag, 9. Januar 2027, ab 15 Uhr geplant.

Die Sonderausstellung wird aus Mitteln des Landes Hessen gefördert und in Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Hessen realisiert.