Der Pachtvertrag für das Schöppchen ist bereits ausgelaufen. Muhl möchte sich nun eine Auszeit nehmen und mehr auf seine Gesundheit achten. Deshalb gibt er beide Geschäfte auf. Den Friseursalon Knips führte er in vierter Generation, einen Nachfolger habe er jedoch nicht gefunden. Geöffnet ist der Salon noch bis zum 23. Oktober.
„Alles hatte Hand und Fuß“, erinnert sich Muhl, der besonders das gute Miteinander unter den Mitarbeitern schätzte – auch in schwierigen Zeiten: „Wir haben Corona beispielsweise gut überstanden.“ Seine Mitarbeiter seien ihm über viele Jahre treu geblieben und lange Teil des Teams gewesen.
Zu Muhls persönlichen Höhepunkten gehörte bis heute die Rosenmontagsfeier. „Wenn die Tür geöffnet wurde, waren immer mehr Leute drin, als eigentlich reinpassen“, blickt er nostalgisch zurück. Die Veranstaltungen seien stets friedlich abgelaufen, jedes Wochenende sei gefeiert worden. „Die Mitarbeiter und Gäste haben das Schöppchen zu einem Highlight gemacht.“
Für die vergangenen Jahre bedankt sich Muhl bei allen Mitarbeitern und Stammgästen sowie bei den beiden Hauptbezugsquellen, dem Getränke-Fachgroßhandel Heurich in Petersberg und dem Weinhandel Jupp Hahner in Fulda.
Auch den positiven Umgang mit den umliegenden Geschäften hebt Muhl hervor. „Es war eine gute Nachbarschaft“, betont er. „Alle haben sich gegenseitig unterstützt und unter die Arme gegriffen.“ Die Arbeit als Betreiber habe ihm selbst viel Spaß gemacht, zugleich habe ihn die Kontinuität beeindruckt.
Nun beginnt für Muhl ein neuer Abschnitt. Das Schöppchen bleibt der Altstadt allerdings erhalten – mit Jochen Köhler als neuem Betreiber. Für ihn hat Muhl zum Abschied einen besonderen Wunsch: „Ich wünsche Jochen das größte Glück, das er haben kann. An die Gäste sage ich: Bleibt Gäste im Schöppchen.“
