„Wir werden wahrscheinlich wieder gut aufgeregt sein“, lacht Band-Mitglied Jan-Philipp Meyer im OZ-Gespräch vor dem Auftritt am Sonntag. Doch die Jungs in Grün werden auch das wuppen – ganz bestimmt. Und sie freuen sich: „Es ist die Oktoberfest-Sendung, da wird mit Sicherheit gute Stimmung herrschen und die Leute werden gut drauf sein“, so Meyer.
Dass die band aus Osthessen den ZDF-Fernsehgarten am Sonntag mit „anzapfen“ darf, liegt auch und vor allem an ihrem gerade erschienenen Song: Vitamin B-I-E-R kam am Freitag raus und wurde in Kooperation mit der Hochstift Brauerei produziert. „Es geht ja um das Bier, und damit wollten wir die Heimatverbundenheit zeigen“, sagt Meyer. Mit dem gewohnten Augenzwinkern widmet sich die Band ihrem Lieblingsgetränk. Und mit diesem neuen Song werden die Jungs auch in der Oktoberfestsendung des Fernsehgartens am Sonntag zu hören sein. Es ist übrigens schon der dritte Song, den die zehnköpfige Gruppe im Kalenderjahr 2026 rausgebracht hat.
Der neue Titel sowie die bisherigen Errungenschaften der Band hatten das ZDF offenbar überzeugt. Über das Label sei der Kontakt zustande gekommen, berichtet Meyer, und schließlich gab „Vitamin B-I-E-R“ den Ausschlag für die Zusage. „Sie haben gesagt: das passt“. Nun probt die Gruppe am Samstag nochmal fleißig, ehe es am Sonntag ernst wird: MaddaBrassKa darf die Eröffnung des Fernsehgartens live spielen, und die Gäste musikalisch begrüßen. Der neue Song wird zwischendurch zu hören sein – allerdings mit Playback, wie Meyer verrät. „Wir stehen aber natürlich auf der Bühne“, schmunzelt er. Dass nicht alles live gespielt wird, sei Entscheidung des Senders – und wird für die Band ein neues Erlebnis.
15 Jahre Band-Geschichte
Der Auftritt im ZDF-Fernsehgarten ist für MaddaBrassKa eine große Ehre – und gleichzeitig ein passender Höhepunkt eines Sommers, der für die Jungs der wohl aufregendste und spannendste ihrer Bandgeschichte war. Große Festivals, tausende Besucher, neue Musik und nun der zweite Auftritt im Fernsehen: 2026 hat für die Band bisher einige besondere Momente bereitgehalten. Einer davon führte die Musiker nach Österreich zum legendären „Woodstock der Blasmusik“. Auf der Main-Stage vor rund 15.000 feierfreudigen Blasmusikfans zu stehen, dürfte selbst für die bühnenerfahrenen Jungs ein besonderer Moment gewesen sein. Vor einer solchen Kulisse gemeinsam Musik zu machen und die Energie des Publikums zu erleben, bleibt wohl eine Erinnerung für die Ewigkeit.
Doch nicht nur die ganz großen Bühnen machten diesen Sommer besonders. Beim Biergartenfestival im thüringischen Katharinenberg wurde MaddaBrassKa Teil des gesamten Festivalgeschehens. Die Band übernachtete gemeinsam mit den Festivalgästen auf dem Campingplatz – und der eigene Zeltplatz entwickelte sich schnell zum Treffpunkt für Fans, die nach dem Auftritt noch lange nicht nach Hause wollten. Genau diese Nähe zum Publikum gehört schließlich zu dem, was MaddaBrassKa ausmacht.
Dass sich die Band in den vergangenen 15 Jahren stetig weiterentwickelt hat, zeigt sich heute an den unterschiedlichsten Orten: auf regionalen Kirmesbühnen ebenso wie auf großen Festivalbühnen und inzwischen auch im Fernsehen. Dabei ist MaddaBrassKa ihren Wurzeln treu geblieben und verbindet die große Blasmusikbühne mit einer ordentlichen Portion Party und vor allem viel Spaß an der Musik.
Wer MaddaBrassKa lieber live als im Fernsehen erlebt, bekommt in den kommenden Wochen ebenfalls noch einige Gelegenheiten. Am 25. September steht die Kirmes in Hofbieber auf dem Programm, am 3. Oktober folgt die Kirmes in Frauensee.
Und dann wartet noch der vielleicht wichtigste Termin des gesamten Jahres: Am Samstag, 21. November 2026 feiert MaddaBrassKa 15 Jahre Bandgeschichte. Zum Tourabschluss steigt im KUZ Kreuz in Fulda die große Jubiläumsparty – gemeinsam mit den Fans, die die Band auf ihrem bisherigen Weg begleitet haben. Tickets dafür gibt es online zu erwerben.
Übrigens sei das Markenzeichen der Gruppe eher unbewusst entstanden, wie Jan-Philipp Meyer erklärt: „Wir hatten ganz am Anfang einfach mal grüne Shirts an – dann sind wir einfach bei der Farbe geblieben“. Dass sich bis heute eine solche Reichweite und Fangemeinde entwickeln würde, hätten die Musiker übrigens vor 15 Jahren nie gedacht und bleiben heute bescheiden: „Wir sind selbst überrascht, wie groß das geworden ist – wenn man es Erfolg nennen will. Aber man sieht einfach, dass Blasmusik und moderne Blasmusik heute einen ganz anderen Stellenwert als damals haben und viele junge Menschen zu den Festivals strömen“.
