Regionalliga: TV Hersfeld – Hüttenberg II 28:27 (13:10)
Bad Hersfeld stand Kopf: Eine halbe Minute vor Ende war es Lasse Reinhardt, der mit seinem siebten Treffer des Abends den finalen Spielstand herstellte. Den letzten Angriff von Hüttenberg überstand der TVH und feierte einen perfekten Auftakt in der Regionalliga. Trainer Michael Stock war hinterher natürlich absolut zufrieden: „Es war am Ende schon verdient, wir haben es gegen eine aggressive 3-2-1-Deckung von Hüttenberg gut gelöst, und auch selbst gut verteidigt, obwohl wir das noch nicht so lange spielen“. Schon in Hälfte eins konnte sich Hersfeld einen Vorsprung von teilweise vier, fünf Toren herausarbeiten, jedoch kamen die Gäste ab und an einen Schritt näher heran. „Ein paar Kinderfehler hatten wir dabei“, sagte Stock: „Aber das ist ganz normal. Wir haben das Spiel aber insgesamt gut angenommen“. Im Verlauf des Spiels waren die Hersfelder zwar etwas „grün hinter den Ohren“ und warfen die Bälle dann teilweise zu einfach weg, dadurch kam der Gegner wieder ins Spiel und hatte nach 46 Minuten wieder ausgeglichen. „Wir haben dann irgendwann auf eine 6-0 umgestellt, was wieder besser funktioniert hat“, sagte Stock. Hintenraus habe seine Mannschaft dann geduldig gespeilt und so einem starken Gegner den Zahn gezogen. Mit dem letzten Angriff hatte Hüttenberg zwar nochmal die Chance zum Ausgleich, Hersfeld verteidigte noch einmal in einer 3-2-1 du verhinderte den letzten Wurf gemeinschaftlich. „Es war auch für die Zuschauer viel geboten, eine knappe Kiste“, so Stock: „Aber wir wollen natürlich nicht meckern“. Der TVH ist in der Regionalliga angekommen.
Hersfeld: Sauerbier (1), Bachus (1), Dellmuth, Voß, Lüder (2), Ley (10), Hüter (2), Becker, Kürten, Wiegel (3/3), F. Reinhardt (1), Kümmel, L. Reinhardt (7), Rehberg (1), Mudrak.
Oberliga Nord: Fuldatal/Wolfsanger – Großenlüder/Hainzell 36:30 (17:16)
Es hätte über 60 Minuten alles passen müssen, um bei einem starken Gegner etwas mitzunehmen. Das musste auch Sebastian Hüttenmüller aus dem Trainerteam der Lüderer einsehen: „Wir haben es gegen eine sehr spielstarke Mannschaft leider zu selten geschafft, die Abwehr konsequent durchzuziehen. Wir haben zwar viele Zweikämpfe gewonnen, aber keinen Stopp hinbekommen und den Spielfluss damit nicht unterbrochen“, so der Coach. Das bestrafte Fuldatal in vielen Momenten des Spiels. Zwar war Großenlüder/Hainzell nicht schlecht gestartet und nutzte die Gelegenheiten anfangs noch, sodass es nach 20 Minuten 11:11 stand, doch dann rannten die Osthessen bis zur Pause mehr und mehr hinterher. Die Gäste kämpften sich zwar wieder rein und führten Anfang des zweiten Durchgangs nochmal kurz, doch luden den Gegner dann durch einfache Fehler wieder ein. „Es gibt vieles, was wir mitnehmen können, aber auch noch viele Dinge, aus denen wir lernen können“, sagte der Trainer nach Spielende, der kurzfristig auf die erkrankten Simon Münker und Nico Nechvatal verzichten musste.
Großenlüder/H.: Sippel (1), Weinbörner (4), Bosold (2), Kirsch (9), Wessling, Gaul, Malolepszy (7/3), Stradtmann, May, Grosch, Deppe (3), H. Dimmerling (4).
Oberliga Süd: TV Flieden – Gr.-Bieberau/Modau II 30:28 (13:13)
Was für ein Auftakt für den TV Flieden in der Oberliga Süd: Gegen den Mitaufsteiger gewann das Team aus dem Königreich und setzte damit erstmal „die Kirsche“ auf jahrelange Arbeit, wie Trainer Dominic Di Meglio am Freitagabend strahlte: „Die Jungs durften nach diesen letzten Jahren, in denen sie viel für den Aufstieg getan haben, das einfach genießen und haben sich mit diesem Auftaktsieg belohnt. Die Resonanz war auch sehr gut, es war Gänsehaut-Atmosphäre in der Halle“. Mit leidenschaftlichem Kampf behielt der TV Flieden die Punkte zuhause, lag dabei über weite Strecken der ersten Halbzeit aber sogar knapp hinten. „Hier und da war sicher noch etwas Nervosität dabei, dazu kommt die unbekannte Klasse und der unbekannte Gegner. Aber über das ganze Spiel war die Abwehr entscheidend für uns“, so der Trainer. Die Fliedener hielten stark dagegen, auch die Torhüter halfen mit, den Gegner immer wieder zu schlechten Würfen zu zwingen. Auch ein paar Ausfälle konnte der TV Flieden dank des breiten Kaders auffangen und hatte dann hintenraus die Treffsicherheit auf seiner Seite: Zwölf Minuten vor Ende stand es noch 22:22, dann zog Flieden auf 27:23 (54.) davon. Den Kampf honorierten auch die Zuschauer, betonte Di Meglio zufrieden.
Flieden: Räsch (1), Seng (1), Goldbach (5/1), Wingefeld, Weismüller (3), J. Schöppner (2), M. Schöppner (2), Oestreich, Bagus (9), Betz, Koch (1), Leitschuh (6), Block, Linowski.
