Landesliga
Von einer „schwierigen“ Ausgangslage spricht Hünfelds Trainer und Urgestein Uli Bönsch vor dem Start der neuen Runde: „Wir haben uns schon ein bisschen verändert – Erfahrung pur ist weg, und ein paar neue Jungs sind gekommen“. Wobei die Erfahrung nicht gänzlich weg ist, denn Bönsch ist ja weiterhin an Bord. Doch Davidas Zukauskas, einer der herausragenden Spieler der vergangenen Saison, ist weg. Dazu hat auch Diagonalspieler Daniel Wehner aufgehört und mit Peter Krautwurst hat der HSV noch einen Mittelblocker verloren, der auch im Vorjahr aber schon nur noch ausgeholfen hatte.
Das muss nun mit jungem Blut aufgefangen werden: „Wir haben ein paar Jungs, die als Quereinsteiger dazugekommen sind“, sagt Bönsch: „Und wir arbeiten hart daran, dass wir die Struktur reinkriegen“. Anfangs werde sein HSV eine „Wundertüte“ in der Landesliga sein.
Zuletzt war das Team in Gießen bei einem Vorbereitungsturnier dabei und lernte auch schon den Auftaktgegner kennen. „Aber das ist ja etwas ganz anderes als in der Saison. Da ging es erstmal drum, die Spielanteile zu verteilen“, so der Coach, der verschiedene Dinge ausprobierte. Am Samstag (15 Uhr) bei der ersten Mannschaft des USC Gießen, die immerhin der Absteiger aus der Oberliga ist, möchte Bönsch nun aber zum Start etwas mitnehmen – das sei auch realistisch, doch die Chancen scheinen etwas kleiner geworden zu sein: Denn für den Start sagte nun auch noch Außenspieler Anton Hurbik ab, der sich in der Vorwoche am Fuß verletzt hatte. Seine Ausfallzeit sei noch unklar, doch für das erste Spiel ist es ein großer Verlust für den HSV und eine „Hiobsbotschaft“.
Generell sieht Bönsch ein „anspruchsvolles“ Jahr auf seine Hünfelder zukommen, in der es gegen den Abstieg gehe: „Wir kämpfen um den Klassenerhalt, und damit wäre ich am Saisonende schon zufrieden“. Es gebe zwei, drei Gegner, gegen die die Punkte ganz wichtig wären, ergänzt der Trainer: „In diesem Spielen kommt es darauf an, da müssen wir gewinnen“. Der erste Heimspieltag des HSV steigt dann schon kommende Woche, am 12. September, mit Duellen gegen den TV Wetzlar und TV Waldgirmes III. Auch der TV Salmünster mischt wieder in der Landesliga Nord mit und startet – als Tabellenfünfter der vergangenen Saison – am Sonntag um 14 Uhr mit einem Heimspieltag in die Runde 2026/27. Erst wartet dort der FSV Bergshausen, danach geht es für Salmünster noch gegen Wetzlar.
Bönsch wieder Deutscher Meister mit Rodheim
Bönsch selbst hat übrigens weiterhin große Lust auf Volleyball – und zeigte das auch in der Liga-Pause wieder: Anfang Mai war er mit der SG Rodheim in der Altersklasse Ü53 bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden aktiv – und das Team sicherte sich den Deutschen Meistertitel in eindrucksvoller Manier. Bönsch und Co. hatten bereits 2021 und 2022 ganz oben am Treppchen gestanden. Und der Hünfelder schwärmt: „Es macht einfach großen Spaß, man spielt mit und gegen ehemalige Nationalspieler. Jedes Jahr – solange es geht – gerne wieder“.
