Handball 26.09.2026

Männer – Großenlüder/Hainzell und Flieden überzeugen defensiv

Osthessen (pf) – Erfolgreicher Samstagabend für die hiesigen Handballer: Während der TV Hersfeld in der Regionalliga spielfrei war, feierte die HSG Großenlüder/Hainzell einen verdienten 33:24 (15:12)-Sieg beim TSV Ost-Mosheim in der Oberliga Nord. Und in der Süd-Staffel knüpfte Aufsteiger TV Flieden an das erste Heimspiel an und konnte nun auch Obernburg II schlagen.

Die Männer des TV Flieden holten den nächsten Heimsieg. Archivfoto: Chrstine Görlich

Oberliga Süd: TV Flieden – TuSpo Obernburg II 27:25 (12:12)

Diese Punkte kann dem Aufsteiger aus Flieden keiner mehr nehmen: Nachdem der TVF zum Saisonstart schon 30:28 gewonnen hatte, folgte nun der zweite Sieg im zweiten Heimspiel – wieder gegen eine zweite Mannschaft und mit zwei Toren Vorsprung. Dabei behielt Flieden die Nerven, nachdem es 45 Minuten hin und her ging. Keine Mannschaft konnte sich bis dahin mit mehr als zwei Toren absetzen. Obernburg war in Hälfte eins etwas am Drücker, Flieden dann nach der Pause. Erst mit dem 23:20 (50.) hatte sich Flieden ein kleines Polster geschaffen und legte damit in der Endphase den Grundstein zum Sieg. Wenig später waren es sogar vier Tore Vorsprung, ehe die Gäste nochmal verkürzen konnten, was aber nichts mehr am Endresultat änderte.

Fliedens sportlicher Leiter Thorsten Seng sah eine klare Weiterentwicklung seiner Mannschaft nach dem Aufstieg und lobte: „Am Ende war es verdient. Es war ein spannendes Spiel gegen einen guten Gegner, was wir so erwartet hatten. Beide Defensivreihen waren dominant, aber wir haben uns dann nochmal gesteigert und am Ende hat sich Obernburg wirklich schwergetan“. Vor einer tollen Kulisse hatte Flieden den Sieg schon sicher geglaubt, ehe die „blöden Fehler“ in den Schlussminuten hinzukamen, „die in der Oberliga sofort bestraft werden“. Doch den Sieg ließ sich der TVF nicht mehr nehmen. Seng lobte auch die Arbeit von Trainer Dominic di Meglio: „Er macht einen richtig guten Job“. Nach dem Erfolg verabschiedete sich die Mannschaft dann geschlossen zur Kirmesdisco und Mallorca Party.

Flieden: Reich, Goldbach (4/2), Wingefeld (1), Scheich (2), Weismüller (1), Schöppner (1), Seng, Oestreich, Bagus (9), Betz (1), Koch (3), Ebert (1), Leitschuh (3), Linowski (1).

 

Oberliga Nord: TSV Ost-Mosheim – HSG Großenlüder/Hainzell 24:33 (12:15)

Die HSG Großenlüder/Hainzell löste diese Aufgabe „überragend“, schwärmte Joachim Bug, der für den verhinderten Sebastian Peppler das Team coachte. Bei einem unangenehmen Gegner, der Emotionen ins Spiel brachte und bisher beide Saisonspiele gewonnen hatte, war die HSG das Team, das als weiterhin ungeschlagenes aus den 60 Minuten hervorging. „Wir haben es wirklich gnadenlos runtergespielt, da muss man auch erstmal kühlen Kopf bewahren“, freute sich Bug.

Das Ergebnis war am Ende deutlich – die HSG leistete sich kaum Schwächephasen. Nur direkt vor der Halbzeit wurde es kurz nochmal eng, als Großenlüder erst mit vier Toren vorne lag, es dann aber nur noch 13:12 (29.) aus Sicht der HSG stand. Doch noch vor der Pausen-Sirene setzten sich die Gäste wieder etwas ab und erwischten dann einen klasse Start in den zweiten Durchgang. „Das war wirklich gut“, lobte Bug. Mit drei Toren Vorsprung startete die zweite Hälfte, wenig später stand es dann schon 21:14 (39.) für den Gast. „Es war ein geiler Fight, wie letzte Woche auch schon. Wir haben eine junge Mannschaft, aber die hat es wirklich gut gemacht. Und wenn du auswärts nur 24 Gegentore kassierst, dann weißt du, weshalb du gewonnen hast“, so Bug, der die Tabelle nach drei Spieltagen noch nicht überbewerten wollte. Doch die HSG Großenlüder/Hainzell klopft oben an und will den Lauf kommende Woche gegen Hofgeismar/Grebenstein fortsetzen.

Großenlüder/H.: Sippel (2), Weinbörner (1), Bosold (2), Kirsch (12), Jordan, Münker (4/2), Gaul, Malolepszy (4), Stradtmann, May (1), Grosch, Deppe (7).