Lokales FD 11.09.2026

Loheland öffnet Denkmale und macht historische Netzwerke erlebbar

Künzell (pm/gü) – Die Loheland-Stiftung beteiligt sich am Sonntag, 13. September, erneut am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Von 12 bis 17 Uhr sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, die denkmalgeschützte Frauensiedlung Loheland, ihre besondere Architektur und die bis heute lebendigen Arbeits- und Bildungsbereiche kennenzulernen.

Foto: Loheland-Stiftung.

Der Tag des offenen Denkmals gilt als größte Kulturveranstaltung Deutschlands und wird seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Das diesjährige Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ richtet den Blick auf historische Orte, die Menschen verbinden, gesellschaftlichen Austausch ermöglichen und Regionen prägen. Die Siedlung Loheland ist im Zuge der Reformbewegungen im frühen 20. Jahrhundert entstanden und ihre Bauten zeigen die vielfältigen Verbindungen zu den künstlerischen und gesellschaftlichen Avantgarden der Zeit. Bis heute prägt das Zusammenspiel unterschiedlicher Bereiche den besonderen Charakter Lohelands: Architektur und Landschaft, Bildung und Bewegung, Handwerk, Kultur und Landwirtschaft greifen ineinander und bilden ein lebendiges Netzwerk, das die ursprünglichen Impulse der Loheland-Gründerinnen in die Gegenwart trägt.

Im Mittelpunkt des Aktionstages steht die Waggonia, die für den Hessischen Denkmalschutzpreis 2026 nominiert ist. Das außergewöhnliche Gebäudeensemble kann von 12 bis 17 Uhr besichtigt werden. Zugleich ist dort die Sonderausstellung „Tomate & Mond“ zu sehen. Um 14 Uhr führt der Architekt Peter Sichau unter dem Titel „Das Erbe der europäischen Reformbewegungen und Lohelands Bedeutung als Bildungsort von internationalem Rang“ durch die Waggonia. Eine Führung durch die Sonderausstellung beginnt um 16 Uhr.

Zwei Geländeführungen erschließen die Geschichte und Architektur Lohelands: Um 12 Uhr beginnt die Führung „Pionierinnen Lohelands“, um 14 Uhr folgt „Die Frauensiedlung Loheland“. Treffpunkt ist jeweils am Café+Laden; die Führungen dauern etwa 80 Minuten.

Darüber hinaus öffnen die Kindertagesstätte im historischen Rundbau, die Rudolf-Steiner-Schule und der Hof Loheland ihre Türen. Führungen und Informationsangebote geben Einblicke in die heutigen Bildungs- und Arbeitsbereiche der Stiftung. Auf dem biodynamisch bewirtschafteten Hof können die Gäste regionale Erzeugnisse kennenlernen und verkosten. Schnupperstunden zur Loheland-Bewegung laden dazu ein, einen weiteren prägenden Bestandteil der Loheland-Tradition praktisch zu erleben.

Für Kinder gibt es Mitmachangebote. Für das leibliche Wohl sorgen Café+Laden mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken sowie das Wiesenhaus mit einem Imbiss, darunter auch vegane und glutenfreie Angebote.

Das vollständige Programm mit allen Uhrzeiten und Treffpunkten ist unter www.loheland.de zu finden.