Lokales FD 04.09.2026

„Kunst am Kasten“ 2.0 – Graffitis auf Stromkästen

Hünfeld (pm/maa) - Sicher sind sie im Stadtgebiet schon aufgefallen: Kinder und Jugendliche, die mit Spraydosen bunte Bilder auf graue Stromkästen sprühen. Das ist völlig legal: Denn unter dem Titel „Kunst am Kasten“, einem Projekt, das aus der Zukunftswerkstatt entstanden war, verwandeln derzeit 25 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Graffiti-Künstler Ingmar Süß sechs Stromkästen in Hünfeld in Kunstwerke.

Fotos: Magistrat der Stadt Hünfeld

Bereits im vergangenen Jahr wurden sechs Stromkästen im Stadtgebiet auf diese Weise verschönert. Und diese sind immer noch unversehrt geblieben: „Niemand hat etwas drüber gesprüht. Denn ein bestehendes Graffiti zu übersprühen, das macht man einfach nicht“, sagte Bürgermeister Benjamin Tschesnok, als er den jungen Künstlern bei der Arbeit über die Schultern schaute. 

Der Startschuss des Projekts fiel im Jugendtreff, als der professionelle Sprayer Ingmar Süß die Jugendlichen in die Kunst des Graffitisprayens einführte. Dabei erfuhren sie etwas über die Grundlagen und die Geschichte, lernten, wie man eine Spraydose am besten hält, und erfuhren etwas drüber, welche Strafen es geben könnte, wenn man sich nicht an die Regeln halte. Die Kinder und Jugendlichen übten sich an ersten Entwürfen auf Gipsplatten und entwickelten gemeinsam Motive für die Verschönerung der Stromkästen.

In Gruppen von jeweils vier bis fünf Teilnehmern ging es gemeinsam mit Ingmar Süß schließlich an die ausgewählten Stromkästen, die sich alle im Umfeld des Schulviertels befinden, um sie in farbenfrohe Kunstwerke zu verwandeln. Rund zwei Stunden pro Kasten brauchten die Kinder und Jugendlichen, um ihre kreativen Ideen umzusetzen und die Graffitis fertigzustellen.

Die Stadt Hünfeld hatte im Vorfeld die Stromkästen für diese Aktion zur Verfügung gestellt. Das Team der offenen Jugendarbeit organisierte das Projekt. Bürgermeister Tschesnok zeigte sich von der Aktion begeistert: „Die bemalten Stromkästen zaubern ein Lächeln ins Gesicht und sie bereichern das Stadtbild von Hünfeld auf einzigartige Weise.“ Sein besonderer Dank galt neben dem Team der offenen Jugendarbeit auch der Dr. Hans und Hildegard Medler-Stiftung, die das Projekt finanziert hat.