Lokales HEF 28.09.2026

Kreisschülerrat zu Gespräch im Hessischen Kultusministerium

Bad Hersfeld/Wiesbaden (pm/gü) – Auf Einladung des Hessischen Kultusministeriums nahm der Vorstand des Kreisschülerrates (KSR) Hersfeld-Rotenburg an einem gemeinsamen Positionsaustausch zur psychischen Gesundheit an Schulen teil. Neben dem KSR-Vorstand waren auch Vertreter der Bundes- und Landesschülervertretung an dem Gespräch beteiligt.

Foto: Kreisschülerrat Hersfeld-Rotenburg

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Positionspapiere der Bundesschülerkonferenz und des Kreisschülerrates Hersfeld-Rotenburg. Dabei wurden insbesondere drei zentrale Handlungsfelder herausgearbeitet: der Ausbau schulischer Unterstützungsstrukturen, die Stärkung verbindlicher Präventionsangebote sowie die Weiterbildung von Lehrern und schulischem Personal im Umgang mit psychischen Belastungen. Der KSR setzt sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und schulischen Gesundheitsfachkräfte ein. Schüler müssten dort Unterstützung erhalten, wo sie einen erheblichen Teil ihres Alltags verbringen: in der Schule. Gleichzeitig müsse Prävention flächendeckend und verbindlich erfolgen. Aus Sicht des KSR reiche es daher nicht aus, entsprechende Maßnahmen lediglich gesetzlich zu verankern. Sie müssten auch verbindlich im schulischen Alltag und insbesondere im Unterricht umgesetzt werden.

Darüber hinaus nahm der KSR-Vorstand Stellung zur neuen Projektinitiative des Hessischen Kultusministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen zur Vermittlung psychotherapeutischer Erstgespräche. Der KSR begrüßt grundsätzlich den Ansatz, sieht jedoch noch Anpassungsbedarf bei der konkreten Ausgestaltung. Insbesondere fordert der KSR, die Vermittlung auch auf erwachsene Psychotherapeuten auszuweiten. Dadurch könnten auch Schüler der gymnasialen Oberstufe, die bereits volljährig sind, von dem Angebot profitieren.

„Psychische Gesundheit darf an Schulen nicht erst dann eine Rolle spielen, wenn Probleme bereits akut geworden sind. Wir brauchen funktionierende Unterstützungsstrukturen, verbindliche Prävention und einen niedrigschwelligen Zugang zu professioneller Hilfe“, erklärt Elias Philipp Herzog, Kreisschulsprecher.