SG Schlitzerland – SV Steinbach 0:1 (0:1)
Steinbachs Trainer Petr Paliatka warf im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen den FSV Wolfhagen die Rotationsmaschine an und tauschte auf fünf Positionen: Im Tor begann Leon Hohmann für Stammkeeper Francisco Pino Puig, außerdem standen Ziyat Kaval, Davud Jakupi, Darian Jung und Homan Halimi in der Anfangsformation. Puig, Tom Wiegand, Simon Hennighausen, Leonard Auf der Landwehr und David Brähler nahmen auf der Bank Platz. Gegen die tiefstehenden Gastgeber tat sich der SVS schwer und fand kaum ein Durchkommen – so blieb es Halimi vorbehalten, für den einzigen Treffer des Tages zu sorgen: Nach einer Flanke von der linken Seite ließ die SGS Halimi in der Mitte zu frei stehen und der 24-Jährige besorgte aus kurzer Distanz die Steinbacher Führung (38.). „Es war ein hartes Stück Arbeit heute“, befand Paliatka nach dem Abpfiff: „Wir wussten, dass wir das Spiel machen müssen – was auf diesem Platz alles andere als einfach war.“ Gespielt wurde auf dem kleinen Rasen in Queck, der insbesondere den Gästen immer wieder Schwierigkeiten bereitete: „Wir haben es teilweise mit tiefen Bällen in die Spitze probiert, obwohl das eigentlich nicht unsere Art ist, wie wir spielen wollen“, befand der SVS-Coach: „Aber hier war eigentlich nichts anderes möglich.“ So erspielte sich der Verbandsligist zwar einige Chancen, oftmals versprang das Spielgerät jedoch oder Schlitzerland-Schlussmann Lucas Goldbach bekam die Finger noch an den Ball – allerdings machte es auch der A-Ligist insbesondere im ersten Durchgang alles andere als schlecht, wie auch Paliatka lobte: „Sie hatten auch die eine oder andere Situation nach Kontern, wenn sie die nutzen, geht das Spiel vielleicht in eine andere Richtung.“ So aber erzielte Halimi den goldenen Treffer und bescherte den Steinbachern den Einzug ins Halbfinale, wo es zum Evergreen gegen den Hünfelder SV kommen könnte – wenn sich der HSV in Lauterbach durchsetzt. „Wir sind weiter, das war das Ziel, auch wenn wir uns schwergetan haben. Außerdem hat sich niemand verletzt, was auch entscheidend ist“, so Paliatka abschließend.
Tor: 0:1 Homan Halimi (37.)
Rote Karte: Ziyat Kaval (90., Steinbach) – Notbremse
Zuschauer: 200
FSG Vogelsberg – SG Dittlofrod/Körnbach 5:7 (3:3, 0:2) nach Elfmeterschießen
Was für ein Spektakel in Herbstein! Am Ende musste zwischen dem Süd-Kreisoberligisten und dem Gruppenligisten das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen – und hier avancierte SGDK-Keeper Moritz Hofmann zum Helden, der gleich drei Vogelsberger Versuche parierte und den Gästen so den Weg ins Halbfinale ebnete. Zuvor erlebten die 120 Zuschauer einen durchaus unterhaltsamen Pokalfight, in dem es die Gastgeber der SGDK alles andere als leicht machten. Der Gruppenligist um Trainer Marko Karamatic führte, begünstigt durch individuelle Fehler der FSG, bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 2:0. Nach der Pause wendete sich allerdings das Blatt: Angetrieben vom schnellen Anschlusstreffer durch Niklas Nettbohl übernahmen die Hausherren das Kommando und schnürten den Gruppenligisten phasenweise am eigenen Strafraum ein – die logische Konsequenz war der Ausgleich durch Linus Rehberger (70.). Doch damit nicht genug: Dittlofrod legte durch Ali Dogru erneut vor (80.), die FSG gab sich aber nicht auf und schlug nochmal zurück. Ein traumhafter Kopfball von SGB-Urgestein Patrick Schaaf aus 16 Metern in den Winkel bescherte dem Kreisoberligisten den erneuten Ausgleich, sodass nach der regulären Spielzeit ein 3:3-Unentschieden auf der Anzeigetafel stand und das Elfmeterschießen herhalten musste – in dem Gästekeeper Hofmann den Vogelsberger Traum vom Halbfinaleinzug mit drei Paraden schließlich zunichtemachte.
Tore: 0:1 Jonas Strube (21.), 0:2 Jonas Hofmann (32.), 1:2 Niklas Nettbohl (48.), 2:2 Linus Rehberger (70.), 2:3 Ali Dogru (80.), 3:3 Patrick Schaaf (82.)
Zuschauer: 120
FSV Pfordt – SG Lauter 1:5 (0:4)
Auch der Kreisoberligist ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Beim FSV Pfordt setzten sich die Gäste auch in der Höhe verdient durch und legten den Grundstein für den Halbfinaleinzug bereits im ersten Durchgang: Keanu Blankenburg eröffnete den Torreigen bereits nach acht Minuten, ehe Paul Schnell-Kretschmer nur drei Minuten später den wohl schönsten Treffer des Abends nachlegte: Er traf sehenswert per direkt verwandeltem Freistoß (11.) und führte die Gäste früh auf die Siegerstraße. Weil Janne Seibert und Evan Emordi noch vor dem Seitenwechsel nachlegten, war die Messe bereits nach dem ersten Durchgang gehalten. Lauter nahm nach der Pause merklich den Fuß vom Gas, angesichts der deutlichen Führung konnten es sich die Gäste aber auch erlauben. Die Gangart wurde in Halbzeit zwei durchaus ruppiger, spielerisch boten beide Teams aber nur noch wenig Sehenswertes an. Pfordt gelang durch einen verwandelten Foulelfmeter von Tobias Röder immerhin noch der Ehrentreffer, Jonas Rühl stellte wenig später den Endstand her. Für Lauter geht es im Halbfinale nun gegen die SG Dittlofrod/Körnbach.
Tore: 0:1 Keanu Blankenburg (8.), 0:2 Paul Schnell-Kretschmer (11.), 0:3 Janne Seibert (30.), 0:4 Evan Emordi (34.), 1:4 Tobias Röder (70., Foulelfmeter), 1:5 Jonas Rühl (74.)
Zuschauer: 50
