Bereits seit einigen Jahren sind auch Moritz Zentgraf, Joshua Piaskowski und Tilman Wächtler aus Fulda beim Dolomitenmann am Start. Große Vorbilder für die Nachwuchskanuten.
Dolomitenmann: Vier Disziplinen, ein gemeinsames Ziel
Der Dolomitenmann in Lienz gilt als einer der härtesten Mannschaftswettbewerbe der Welt. Vier Athleten bilden ein Team und bewältigen gemeinsam vier spektakuläre Disziplinen: Berglauf, Paragleiten, Mountainbike und Wildwasserkajak.
Den Auftakt übernimmt der Bergläufer. Auf zwölf Kilometern müssen rund 2000 Höhenmeter überwunden werden. Vom Lienzer Hauptplatz auf 674 Metern führt die Strecke hinauf zum Kuhbodentörl auf 2.441 Meter. Extrem steile Passagen verlangen den Läufern dabei teilweise sogar den Einsatz von Händen und Füßen ab.
Am Kuhbodentörl übernimmt der Paragleiter. Mit geschultertem Schirm geht es zunächst zu Fuß zum Startplatz, bevor der Flug durch die Dolomiten beginnt. Nach einer Zwischenlandung auf der Moosalm führt die Strecke bis ins Lienzer Dolomitenstadion. Dort wartet bereits der Mountainbiker, der eine technisch äußerst anspruchsvolle Strecke über den Hochstein bewältigt. Steile Anstiege, Tragepassagen und rasante Abfahrten führen bis zum Schotterwerk Glanz.
Den Abschluss bildet die Kajakstrecke auf der Isel. Rund acht Kilometer Wildwasser mit Flussquerungen, Stromaufwärtspassagen, Eskimorollen und Kajaktoren verlangen den Kanuten noch einmal alles ab. Nach rund 50 Minuten endet die letzte Etappe mitten in Lienz. Die Kanuten absolvieren hierfür einen finalen Zielspurt mit dem geschulterten Boot.
Vom KC Fulda waren Hannes Doose, Marlon Hosenfeld und Felix Denner für den Wettbewerb angereist. Bereits am Mittwoch trafen die drei Kanuten in Lienz ein, um sich auf die anspruchsvollen Bedingungen vorzubereiten. Für Hannes Doose kam allerdings kurz vor dem Start das Aus: Er musste krankheitsbedingt absagen. Kurzfristig sprang Felix Denner für ihn ein.
Felix Denner und Marlon Hosenfeld zeigten anschließend starke Leistungen auf der anspruchsvollen Wildwasserstrecke. In der Einzelwertung belegte Denner einen hervorragenden 29. Platz, Hosenfeld kam auf Rang 32. Auch in der Teamwertung konnten sich die beiden mit ihren Mannschaften gut behaupten. Hosenfeld erreichte mit dem Team temmlercyclingcoach den 27. Platz, Denner kam mit dem cteam auf Rang 46.
Angesichts von insgesamt 107 gemeldeten Mannschaften sind die Ergebnisse der beiden jungen Kanuten besonders bemerkenswert. Beide sammelten wertvolle Erfahrungen bei einem der anspruchsvollsten Multisport-Wettbewerbe der Welt – und freuen sich bereits auf die nächste Teilnahme im kommenden Jahr.
Eike Hosenfeld überzeugt bei Deutscher Schüler-Meisterschaft
Zeitgleich ging es für Eike Hosenfeld vom KC Fulda bei der Deutschen Schüler-Meisterschaft im Kanuslalom in Hohenlimburg um die besten Platzierungen Deutschlands. Die Meisterschaften wurden im Wildwasserpark im Lennetalausgetragen.
Auch er reiste bereits am Mittwoch an, um sich in den Trainingseinheiten mit dem Wildwasserkanal vertraut zu machen. Der Nachwuchsfahrer der Altersklasse U14 startete in den Disziplinen K1, C1 und Kajak Cross Time Trial.
Der Wettbewerb begann mit einem feierlichen Einzug der Vereine und einer Eröffnungsfeier im Lennepark. Am Samstag standen zunächst die Qualifikationsläufe auf dem Programm. Hosenfeld präsentierte sich souverän und qualifizierte sich sowohl im K1 als auch im C1 für das Halbfinale.
Anschließend folgte der Mannschaftswettbewerb. Gemeinsam mit Thea Buchold und dem jungen Nachwuchsfahrer Edison Lahutte Niems aus der U12 ging Eike Hosenfeld an den Start. Der ursprünglich dritte Fahrer Ferdinand Handro startet inzwischen in der U16. Das neu formierte Team zeigte eine starke Leistung und erreichte einen hervorragenden neunten Platz.
Am Sonntag wurde es schließlich ernst: Halbfinals und Finals standen auf dem Programm. Im K1 zeigte Eike Hosenfeld im Halbfinale einen herausragenden Lauf. Fehlerfrei und mit der schnellsten Zeit seiner Konkurrenz sicherte er sich souverän den ersten Platz und ging damit als einer der Favoriten ins Finale.
Auch dort blieb der Fuldaer ohne Strafsekunden. Allerdings musste er ein Tor neu anfahren und verlor dadurch wertvolle Zeit. Trotzdem reichte es am Ende zu einem starken fünften Platz bei der Deutschen Schüler-Meisterschaft.
Im C1 blieb Eike Hosenfeld dagegen das nötige Quäntchen Glück verwehrt. Im Halbfinale rutschte er an einem Tor vorbei. Da an dieser Stelle eine Stufe ein erneutes Anfahren unmöglich machte, kassierte er 50 Strafsekunden. Damit war der Einzug ins Finale leider nicht mehr möglich.
Zum Abschluss stand mit dem Kajak Cross Time Trial noch eine weitere spannende Disziplin auf dem Programm. Dabei absolviert jeder Sportler einzeln einen kurzen speziellen Slalom-Parcours auf Zeit. Der Fuldaer mobilisierte noch einmal alle Kräfte und zeigte erneut einen fehlerfreien Lauf. Die starke Vorstellung wurde mit einem hervorragenden dritten Platz und damit einem Podestplatz belohnt.
Für den KC Fulda endet damit ein äußerst erfolgreiches Wettkampfwochenende. Sowohl beim internationalen Dolomitenmann als auch bei der Deutschen Schüler-Meisterschaft konnten die jungen Kanuten ihr Können unter Beweis stellen und wertvolle Erfahrungen sammeln.
Mit diesen starken Ergebnissen haben die jungen Sportler des KC Fulda einmal mehr gezeigt, dass sich Einsatz, Trainingsfleiß und Teamgeist auszahlen – und so blicken sie bereits voller Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe und die nächste Saison.
