Lokales 16.09.2026

K+S startet Projekt für klimaresiliente Landwirtschaft in Kenia und Uganda

Kassel (pm/sim) – K+S und die DEG Impulse gGmbH starten das gemeinsame Public-Private-Partnership-Projekt „Grow Eastern Africa“. Ziel der Initiative ist es, die landwirtschaftliche Produktivität und die Widerstandsfähigkeit von Kleinbauern gegenüber den Folgen des Klimawandels in Kenia und Uganda zu stärken. Mindestens 10.000 Landwirte sollen erreicht werden. Angestrebt wird unter anderem eine Ertragssteigerung von mehr als 20 Prozent.

Im Mittelpunkt stehen eine effizientere und ausgewogene Pflanzenernährung sowie die Vermittlung von Wissen für eine klimaangepasste Landwirtschaft. Dafür werden Landwirte praxisnah geschult, Böden analysiert und darauf aufbauend bedarfsgerechte, kulturspezifische Düngeempfehlungen entwickelt. Auch der Einsatz von organomineralischen Düngemitteln soll gefördert werden. Gleichzeitig werden nachhaltige Vertriebsstrukturen und Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie Agrarhändlern, Genossenschaften und weiteren landwirtschaftlichen Beteiligten aufgebaut.

„Mit Grow Eastern Africa wollen wir unser Know-how in der Pflanzenernährung gezielt mit dem Wissen und den Bedürfnissen der Landwirte vor Ort verbinden. Eine ausgewogene, auf Boden und Kultur abgestimmte Düngung kann dazu beitragen, Erträge nachhaltig zu steigern und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Veränderungen zu erhöhen“, sagt Dr. Carin-Martina Tröltzsch, stellvertretende K+S-Vorstandsvorsitzende.

Das Projekt läuft bis Dezember 2028. Das Gesamtvolumen beträgt rund 1,3 Millionen Euro und wird zu gleichen Teilen aus öffentlichen und privaten Mitteln finanziert. Projektpartner auf Unternehmensseite ist die 100-prozentige K+S-Tochtergesellschaft K+S Minerals and Agriculture GmbH, Implementierungspartner ist die DEG Impulse gGmbH. Das Projekt wird im Rahmen des „develoPPP-Programms“ mit Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die DEG Impulse gGmbH kofinanziert.

„Eine produktive und klimaresiliente Landwirtschaft ist eine wichtige Voraussetzung für Ernährungssicherheit und bessere wirtschaftliche Perspektiven im ländlichen Raum. Public-Private-Partnerships wie Grow Eastern Africa bringen dabei die Stärken der Entwicklungszusammenarbeit und der Privatwirtschaft zusammen und können so nachhaltige Lösungen vor Ort voranbringen“, sagt Dr. Miriam Amine, Projektleiterin bei DEG Impulse.

Mindestens 2.000 Bodenproben sind vorgesehen. Durch eine auf die jeweiligen Boden- und Klimabedingungen abgestimmte Düngung soll die landwirtschaftliche Produktivität deutlich gesteigert werden. Zudem soll die Anwendung organomineralischer Produkte auf mehr als 100 landwirtschaftlichen Betrieben etabliert werden.

„Die Landwirtschaft in Kenia und Uganda steht vor Herausforderungen wie niedriger und unausgewogener Düngemittelnutzung, begrenztem Zugang zu agronomischem Wissen, Bodendegradation und zunehmenden Wetterextremen. ‚Grow Eastern Africa‘ setzt hier an und verbindet wissenschaftlich fundierte Pflanzenernährung mit praktischem Wissen und lokalen Strukturen“, betont Florian Pickert, Director Fertilizer Africa bei K+S und Projektleiter.

K+S ist bereits seit 2013 in Ostafrika aktiv und verfügt mit K+S Fertilizers Kenya und Grainpulse Limited über lokale Tochtergesellschaften in der Region. Sie ermöglichen eine enge Zusammenarbeit mit Landwirten sowie die Entwicklung, Produktion und Distribution kulturspezifischer Düngerlösungen vor Ort.

Das Projekt leistet insbesondere einen Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen SDG 2 „Kein Hunger“ und SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“. Durch höhere Erträge, eine effizientere Nutzung von Nährstoffen und klimaangepasste Anbaumethoden soll „Grow Eastern Africa“ sowohl die Ernährungssicherheit als auch die wirtschaftlichen Perspektiven der beteiligten Kleinbauern verbessern.