In seiner Begrüßung dankte Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt den Organisatoren, Partnern und Ausstellern des Infotags Demenz, der schon seit einigen Jahren durchgeführt werde. „Wir wollen damit dieses Krankheitsbild in den Mittelpunkt rücken“, sagte Schmitt. Zudem gehe es darum, aufzuzeigen, was getan werden kann, wenn im Umfeld Personen betroffen sind. Das Herz-Jesu-Krankenhaus biete mit den Räumlichkeiten und der zentralen Lage beste Bedingungen für den Infotag. „Was wir heute hier erleben, ist auch ein bisschen schwere Kost“, sagte Landtagsabgeordneter Thomas Hering. Doch die ganzen Organisationen, die sich an diesem Tag vorstellten, seien alle dazu da, Betroffenen und Angehörigen beizustehen. „Sie machen die Kost etwas leichter“, meinte Hering. Dr. Steffen Schlee, Chefarzt der Geriatrie am Hersz-Jesu-Krankenhaus appellierte an die Besucher: „Trauen Sie sich, uns anzusprechen.“
Christina Marg, Sozialberaterin beim Pflegestützpunkt des Landkreises und Koordinatorin des Netzwerks Demenzforum, blickte auf das Programm. „Wir haben einen bunten Blumenstrauß mitgebracht“, versprach sie den schon zum Start zahlreich anwesenden Besuchern. Neben den Ständen, an denen die Gäste sich beispielsweise über Hausnotrufsysteme mit Sturzsensoren, SOS-Notfalldosen, Wohnformen, Stolperfallen in den eigenen vier Wänden und vieles mehr informieren oder auch einen Demenzparcours durchlaufen und in ein Fallbeispiel eintauchen konnten, gab es auch Vorträge und einen Workshop. Schlee vermittelte unter dem Titel „Medikamentensicherheit bei Demenz“ Grundlagen der sicheren Medikamenteneinnahme und informierte über Risiken und Wechselwirkungen. Die Präventionsstelle der Polizei gab einen Einblick, welche Maßnahmen bei einem Vermisstenfall getroffen werden und welche präventiven Möglichkeiten bestehen und eine Wohnberaterin des Vereins Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal gab Impulse zum demenzgerechten Wohnen. In einen Workshop zeigte Norbert Feldmann unter dem Titel „Kinästhetik im Pflegealltag: Wer bist du, der du mir so nahe bist“ auf, wie das Konzept der Kinästhetik pflegenden Angehörigen eine ganz konkrete Hilfe bieten könne.
