Leichtathletik 24.09.2026

Hünfeld stärkt Sport: Neue Halle soll 2027 gebaut werden

Hünfeld (pm/pf) – Das ist ein Riesen-Fortschritt für den Breitensport in der Haunestadt und der Region: Auf der Hünfelder Rhönkampfbahn soll 2027 eine Leichtathletik-Kalthalle gebaut werden. Die Pläne des Hünfelder SV wurden jetzt in den Ausschüssen sowie der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Die Kosten für die neue Halle belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro. Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten, dass die Stadt Hünfeld den Bau mit rund 540.000 Euro unterstützt – und folgen damit dem Sportentwicklungsplan.

Fotos/Visualisierungen: Charly Möller Architekt BDA

Die Leichtathletik-Abteilung des Hünfelder SV boomt seit vielen Jahren. Auch die Erfolge sprechen für sich: Erst im September haben die U16-Leichtathletinnen der Startgemeinschaft Hünfeld-Eichenzell-Flieden die Deutsche Team-Meisterschaft geholt. Auch viele weitere Erfolge zeigen das herausragende Leistungsniveau der Athleten aus Hünfeld und Umgebung, das in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist. 

Trotz eingeschränkter Trainingsbedingungen, insbesondere im Winter, wird der Nachwuchs intensiv gefördert. Derzeit verfügt der Hünfelder SV nur über Freiluftsportflächen für die Leichtathleten. Um auch in der Wintersaison und bei schlechtem Wetter trainieren zu können, soll nun eine Leichtathletik-Halle gebaut werden. 

Der Hessische Leichtathletikverband (HLV) befürwortet die Errichtung einer Kalthalle in Hünfeld. Das liegt einerseits daran, dass die Zahl der Landeskaderathleten im Landkreis Fulda kontinuierlich wächst, und andererseits die nächstgelegenen Leichtathletikhallen in einer Entfernung von 80 bis 110 Kilometern von Fulda liegen.

Die zukünftige Leichtathletikhalle soll sowohl von den örtlichen Leichtathletikvereinen genutzt werden als auch als Talentstützpunkt für den Bereich Osthessen dienen. Außerdem sollen die Hünfelder Schulen von dem Neubau der Halle profitieren und diese nutzen. 

Erste Pläne für die Errichtung einer Kalthalle wurden bereits 2024 vorgestellt. Seinerzeit gab es allerdings keine geeigneten Förderprogramme des Landes Hessen – und das Projekt wurde vorerst verschoben. Über das Programm „Vereinseigener Sportstättenbau“ hat sich nun eine neue Förderperspektive des Landes Hessen ergeben und die Planungen des Hünfelder SV wurden wieder aufgenommen. 

Die Pläne sehen vor, die Holztribüne aus den 60er Jahren am Kunstrasenplatz vollständig zurückzubauen und neue Sitzmöglichkeiten unter dem Hallenvorbau zu integrieren. Für die Überarbeitung der Planungsunterlagen hat der Hünfelder SV das Planungsbüro moeller architekten + ingenieure bda aus Hünfeld beauftragt. In mehreren Gesprächen wurden die Planungsunterlagen und die Kostenkalkulation zusammen mit dem Sportverein, dem Architekturbüro und der Stadt Hünfeld abgestimmt.

Die aktuelle Kostenkalkulation für die Kalthalle beläuft sich auf rund 2,7 Millionen Euro. An die Halle soll ein Nebengebäude mit Sanitäranlagen einschließlich Behinderten-WC, Umkleide- und Duschbereich sowie ein Abstellraum angrenzen. Unter dem Hallenvorbau sind insgesamt 274 Sitzplätze entlang des Kunstrasenplatzes vorgesehen. 

Die Kalthalle besteht aus vier Tartanbahnen (Sprint/Hürden 60 Meter), einem Hochsprungbereich, einem Wurfkäfig für Diskus und Kugel, einer Sprunggrube für Weitsprung und Dreisprung, einem Konditions- und Fitnessraum sowie einem Abstell- und Geräteraum. 

Das Land Hessen hat den Hünfelder SV bereits aufgefordert, einen Antrag auf Förderung einzureichen. Sobald die Finanzierung durch alle Fördergeldgeber bestätigt ist, kann die Antragsstellung beim Land Hessen über den Hünfelder SV erfolgen.