Mit bangen Blicken schauten die Hilderser, und die Teilnehmer des HochRhön-BergTrails, in den vergangenen Tagen auf die Wetter-App: „Die Prognose war ja miserabel“, schmunzelt Benedikt Beck aus dem Orga-Team. Doch am Sonntag war es dann nicht ganz so schlimm: Morgens um 6 Uhr, bei den letzten Aufbauarbeiten und dann zur Eröffnung, regnete es zwar noch „richtig eklig“, doch zum Start der Läufe nach 8 Uhr wurde es dann besser. „Es kam zwar immer mal ein Schauer, aber insgesamt hätte es schlimmer sein können“, so Beck: „Zum Laufen ist so ein Wetter ja auch gar nicht schlecht“.
Etwas ungemütlicher wurde es nur für die Streckenposten und die Helfer an den Verpflegungs-Punkten, die die Teilnehmer mit Wasser, Obst und Snacks versorgten: Sie hielten bei Nieselregen durch und bekamen verdientes Lob von allen Seiten. Das Wetter kostete die Veranstalter am Ende wohl auch einige Anmeldungen, die Startkarten blieben am Sonntag wortwörtlich im Regen liegen. Der eine oder die andere hatte auch krankheitsbedingt absagen müssen. „Es geht aktuell wohl wieder eine Welle rum, ich selbst war auch vorher noch krank“, berichtete Beck. Ein paar Startplätze konnten zwar über die Warteliste aufgefüllt werden, doch letztlich waren es knapp 600, die mitgelaufen waren – gehofft hatten alle auf bis zu 670.
Zumindest waren die Rückmeldungen von den Strecken durchweg positiv: Die Beschilderung wurde gelobt, und auch die neuen Routen kamen gut an. Beck selbst lief dieses Jahr zum ersten Mal bei „seinem“ Lauf mit, er wurde Sechster insgesamt und Sieger seiner Altersklasse Master Men in 1:11:36 Stunden – und genoss es: „Wir hatten am Buchschirm eine Cheering-Zone und eine Blaskapelle. Da ist man richtig angefeuert wurden, und von oben hatte man auch einen tollen Ausblick“, so Beck. Die Strecken selbst sind vom Regen glücklicherweise nicht negativ beeinflusst worden, denn in den Tagen zuvor war es trocken geblieben, dadurch konnten die Wege den Regen gut aufnehmen.
Die meisten Starter gingen über 15 Kilometer ins Rennen, hierbei mussten 570 Höhenmeter bewältigt werden. Strecken-Sieger wurde Nick Hafkemeyer in 1:07:06 Stunden. Über die große Marathon-Strecke (42 Kilometer, 1400 Höhenmeter) siegte Manuel Werner vom Hünfelder SV in 3:18:25 Stunden. Auf 29 Kilometern setzte sich ebenfalls ein bekannter Name durch: Über 800 Höhenmeter kam Peter Hoehne am schnellsten, und seine 2:01:30 Stunden nötigten Beck Respekt ab: „Das in dieser Zeit abzufrühstücken, ist schon stark“. Hoehne war übrigens schon bei der ersten Auflage des BergTrails 2022 mit dabei und trug sich damals schon in die Siegerliste ein. Über sieben Kilometer und 220 Höhenmeter gewann derweil Lino Kollmeier Coelho vom TV Preungesheim in 28:26 Minuten. Auch die Kinderläufe wurden wieder gut angenommen, so Beck – besonders die Modifikation, dass Trail-Elemente eingebaut wurden, begeisterte die Kids. Über 400, 750 und 1500 Meter wurde gestartet, und die Eltern feuerten teilweise kräftig von außen an. „Meine Kinder freuen sich auch jedes Jahr, und fanden es schade, dass es so schnell wieder vorbei war“, schmunzelte der Organisator.
Zur Eröffnung am frühen Morgen war unter anderem Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt zugegen, der sich selbst sportlich angezogen hatte und anschließend die sieben Kilometer abspulte. Auch Lars Rippstein als Vorsitzender der Gemeindevertretung begrüßte die Teilnehmer in Vertretung für Bürgermeister Günkel. Beck selbst sowie Markus Reinhart vom TSV Hilders übernahmen das Strecken-Briefing, danach lief Reinhart eisenhart den 42-Kilometer-Lauf in knapp über fünf Stunden.
Trail-Fans sollten sich aber schon jetzt auf die sechste Auflage freuen: Am 12. September 2027 ist es in Hilders wieder soweit, und die Strecken sind bereits in Planung. Am 23. Dezember dieses Jahres öffnet das Anmeldefenster. Weitere Infos gibt es bald auf beck-bergtrail.de, ebenso alle Ergebnisse des fünften HochRhön-BergTrails.
