„Es gibt keinen Grund, zurückzublicken“, antwortet HSV-Coach Benjamin Fuß klar und deutlich auf die Frage, ob der Freitagabend ein schlechtes Omen sei. Die einzige Saisonniederlage kassierte Hünfeld bisher an einem Freitagabend im Heimspiel gegen Marburg (0:1), doch das spiele in den Köpfen gar keine Rolle. Genauso wenig wie die Tabelle: „Wichtig ist für mich, dass wir uns nicht mit dem Erreichten zufriedengeben. Wir wollen uns weiterentwickeln und dabei erfolgreich sein“, so Fuß, der sich aber aktuell wenig Sorgen machen müsse: „Die Mannschaft hat richtig Bock und ist heiß. Das wollen wir auch am Freitag auf den Platz bringen“.
Gespielt wird am Freitagabend um 20 Uhr auf dem Kunstrasen der Rhönkampfbahn. Mit RW Walldorf kommt ein Kunstrasen-erprobter Gegner, doch das müsse kein Nachteil sein. Die Hünfelder trainieren selbst diese Woche auf dem Kunstgeläuf, und bereiten sich fokussiert vor. „Wir sind in guter Verfassung, haben viel Selbstvertrauen und wollen nachlegen – ganz klar“ so Fuß.
Walldorf wiederum kommt auch mit breiter Brust – nach fünf Pleiten zum Start in Folge gelang zuletzt der Befreiungsschlag beim 3:0 gegen Alzenau, infolgedessen die Bayern nun auf Trainersuche sind. Im Keller verschaffte sich Walldorf damit etwas Luft und holte überhaupt die ersten Punkte der Saison. „Natürlich hatten sie den einen oder anderen Abgang, aber wir wissen auch nicht so genau, warum sie so weit unten stehen“, rätselt auch Fuß. Aber: Die Rot-Weißen präsentierten zuletzt mit Richard Weil noch einen erfahrenen Neuzugang, der 38-Jährige kommt in seiner Karriere auf über 200 Drittliga-Spiele 22 Zweitliga-Spiele – unter anderem für Heidenheim, Würzburg und Magdeburg. Gegen Alzenau wirkte er erstmals mit. „Wir müssen von Minute eins mutig und aggressiv sein, mit viel Leidenschaft ins Spiel gehen“, fordert der Hünfelder Trainer, der weiß: „Walldorf ist eine Mannschaft, die jeden schlagen kann. Aber wenn wir unsere Leistung bringen, muss uns auch erstmal einer schlagen“.
Bock auf mehr haben, gallig sein, mannschaftlich überzeugen – das Erfolgsrezept des HSV bisher ist klar. Aber in Hünfeld möchte die Lage niemand überbewerten. Nicht nach sechs Spieltagen. „Wir bleiben demütig“, macht Fuß deutlich, der von nun an bis zur Winterpause auf Jean-Luca Trabert verzichten muss: Der Neuzugang von der SG Barockstadt weilt im Auslandessemester in Spanien. „Wenn die Jungs diese Möglichkeit haben, sollen sie das auch machen“, hat der Trainer kein Problem: „Das war von Anfang an auch klar kommuniziert“. Am Freitagabend spielt der Hünfelder SV übrigens nicht nur mit Maximilian Fröhlich, sondern auch für Maximilian Fröhlich: Der Torjäger will es bei seiner Hochzeit am Samstag natürlich bestenfalls mit einem Sieg im Rücken krachen lassen.
Hessenliga
Freitag
19.30 Uhr
SC 1960 Hanau – FC Eddersheim
20.00 Uhr
Hünfelder SV – SV Rot-Weiß Walldorf
Samstag
14.00 Uhr
FC Bayern Alzenau – CSC 03 Kassel
TSV Eintr. Stadtallendorf – SV Rot-Weiß Hadamer
VfB 1905 Marburg – FSV Fernwald
15.30 Uhr
SV Unter-Flockenbach – FC Gießen
15.45 Uhr
Türk Gücü Friedberg – SV Darmstadt 98 U21
Sonntag
14.30 Uhr
FC Turabdin-Babylon – KSV Baunatal
15.30 Uhr
KSV Hessen Kassel II – Sv Hummetroth
