Anhand konkreter Fälle aus der klinischen Praxis zeigten die Experten, wie verschiedene Untersuchungsmethoden zusammenwirken. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit, die Bildgebung vor und während Eingriffen an den Herzkranzgefäßen, unklare Verdickungen des Herzmuskels, sowie komplexe Fragestellungen bei Herzklappenentzündungen.
Die Fälle wurden vom „Bildgebungs-Team“ der drei beteiligten Kliniken vorgestellt. Gerade die gemeinsam durchgeführten Präsentationen machten deutlich, welchen Nutzen die enge Zusammenarbeit von Kardiologie, Radiologie und Nuklearmedizin für Patientinnen und Patienten hat: Unterschiedliche Blickwinkel und technische Verfahren ergänzen sich, sodass Diagnosen präziser gestellt und Behandlungen individuell geplant und überwacht werden können.
„Die Herzbildgebung ist ein elementarer Baustein für die Diagnose und Behandlungssteuerung von Patienten im Herz-Thorax-Zentrum des Klinikums Fulda“, führte Prof. Dr. Volker Schächinger, Direktor der Medizinischen Klinik I (Kardiologie) aus und ergänzt: „Wir schätzen uns glücklich, dass wir in unserem interdisziplinären Bildgebungsteam für jede erdenkliche Herzerkrankung ein passendes hochmodernes Verfahren zur Verfügung haben: Herzultraschall, die Basisdiagnostik in der Kardiologie und Herzkatheter werden ideal ergänzt durch nicht-invasive radiologische und nuklearmedizinische Untersuchungen.“
Prof. Dr. Christoph Manke, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, betonte: „Mit moderner CT-Technik können wir das Herz und Herzkranzgefäße sehr detailliert darstellen und damit in vielen Fällen entscheiden, ob ein Herzkatheter notwendig ist und mit dem Kardio-MRT können wir die Strukturen des Herzmuskels genau analysieren.“
Priv.-Doz. Dr. Fadi Khreish, Direktor der Klinik für Diagnostische und Therapeutische Nuklearmedizin, verwies auf die besonderen Möglichkeiten am Klinikum Fulda: „Mit unserer umfassenden nuklearmedizinischen Diagnostik einschließlich PET-CT können wir beispielsweise unklare Entzündungsherde, etwa an Herzklappen, aufspüren. Im Zusammenspiel von Herzultraschall, Kardio-MRT, Nuklearmedizin und bei Bedarf einer Herzmuskelbiopsie lassen sich auch seltene Herzmuskelerkrankungen erkennen.“
Das positive Echo der Teilnehmenden bestätigte die Bedeutung des neuen Fortbildungs-Formats. Mit der erfolgreichen Premiere wurde zugleich der Schwerpunkt der kardialen Bildgebung am Klinikum Fulda sichtbar gemacht: moderne Technik, spezialisierte Expertise und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen für eine bestmögliche Versorgung von Patienten mit Herzerkrankungen.
