Verbandsliga
Es hat nicht ganz gereicht für das große Wunder: RW Fuldas Herrenmannschaft bleibt nach dem Durchmarsch in die Sechser-Verbandsliga in selbiger - doch der Aufstieg war dieses Jahr auch gar nicht das Ziel. Souverän schafften die Herren den Klassenerhalt und sorgten am letzten Spieltag am Sonntag mit dem 5:4-Heimsieg gegen den BTC GW Wiesbaden nochmal für eine Duftmarke: „Wiesbaden war Favorit und sie sind hergekommen, um die Meisterschaft zu feiern“, sagte RW-Teambetreuer Uli Fromm stolz. Daraus wurde nichts, Meister wurde jetzt der TC Seeheim, der in Hausen mit 5:4 gewann. RW Fulda hätte für die Meisterschaft Schützenhilfe aus Hausen gebraucht, doch der Tabellenletzte spielte nicht mehr mit vollem Aufgebot.
„Ich komme aus dem Schwärmen nicht heraus“, so Fromm über seine Truppe, die diesmal ohne den Franzosen Bonnaud auskam: An Position eins sorgte Leopold Stock mit tollem Grundlinienspiel und super Beinarbeit für ein Ausrufezeichen gegen einen bulgarischen Spitzenspieler, er gewann mit 11:9 im Champions Tiebreak. An zwei kämpfte Faban Neff über drei Stunden, musste sich dann aber im Tiebreak geschlagen geben. Caspar Schütze gewann als einziger Fuldaer in zwei Sätzen, während Kiano Litz im Champions Tiebreak starke Nerven bewies und gewann. Auch Max Hajok musste in den Tiebreak und gewann diesen, ebenso wie Elias Klüber, der bei seinem Debüt in der Verbandsliga im Champions Tiebreak 8:5 führte, dann aber leider noch 8:10 verlor. So musste Rot-Weiß noch ein Doppel gewinnen – was Stock und Litz dann auch sicher eintüteten. Doch auch wenn der ganz große Coup ausgeblieben ist: Die Fuldaer ließen sich die Laune nicht verderben und feierten anschließend noch mit Fans und Unterstützern sowie der zweiten Mannschaft – und den Damen, die später als Meister ihrer Verbandsliga an den Frauenberg zurückkehrten. „Wir haben noch eine gute Zeit zusammen verbracht“, so Fromm.
Punkte für RW Fulda: Leopold Stock, Caspar Schütze, Kiano Litz, Max Hajok, Stock/Litz.
Meisterlich wurde es aus Fuldaer Sicht aber in der Vierer-Verbandsliga: Grün-Weiß Fulda zog auf den letzten Metern noch an der Konkurrenz vorbei und feierte abermals den Titel, den sich das Team von Kelsterbach zurückholte. Kurios: Jene Mannschaft aus Kelsterbach leistete diesmal die entscheidende Schützenhilfe und bezwang am Sonntag TK Langen III. „Wir haben ein gutes Verhältnis zu Kelsterbach, da gilt ihnen natürlich unser Dank“, sagte GW-Mannschaftsführer Falk Hartmann froh und glücklich über den Titel, den sich die Fuldaer selbst mit einem 5:1-Derbysieg gegen Absteiger BW Petersberg holten. „Am Ende sind wir als einzige Mannschaft ungeschlagen und deshalb denke ich auch verdienter Meister“, so Hartmann.
Doch abends zuvor sah es noch anders aus: Felix Sekanina meldete sich beim Teamchef telefonisch, aufgrund von streikendem Bodenpersonal hob er nicht rechtzeitig mit dem Flieger aus dem Urlaub ab und fehlte am Sonntagmorgen. Zwar konnte Hartmann noch um 21.30 Uhr Ersatzmann Nikolaus Odenwald erreichen, der seine Zusage gab, aber auch gerade aus dem Urlaub kam. Morgens schlug er dann arg geschwächt am Platz auf – „er hatte sich am Rückweg beim Essen an der Tankstelle eine Lebensmittelvergiftung geholt und war schwer gehandicapt“, schildert Hartmann. So standen die Grün-Weißen nur mit drei fitten Spielern auf dem Platz, darunter auch Leon Abend, der samstags schon mit dem Zug aus Hannover angereist war. Odenwald kämpfte sich trotz Krankheit bis in den Champions Tiebreak (6:10), was Hartmann „großen Respekt“ abnötigte. Daniel Orlita, Hartmann selbst und Leon Abend erfüllten ihre Aufgaben aber souverän. Und auch die Doppel, in denen Orlita und Hartmann auseinandergezogen wurden und auch Sekanina mittlerweile eingetroffen war und für Odenwald einspringen konnte, gingen deutlich an Fulda. „Aber es kam auf jeden Matchpunkt an“, sagte der Teamchef – und zunächst ärgerten sich die Grün-Weißen, dass es kein 6:0 wurde. Erst gegen 16 Uhr war Kelsterbach telefonisch erreichbar und die frohe Kunde drang nach Fulda durch. „Die Freude war natürlich extrem groß. Wir hatten es geschafft und waren erleichtert“, so Hartmann. Ein bisschen feierten die Fuldaer den Titel auch schon, doch werden noch „mindestens einmal“ in Ruhe zusammenkommen, kündigte der erfahrene Mannschaftsführer an. „Es war eine hochspannende Saison, von guten Spielen und Sportlichkeit geprägt. Wir haben sie angemessen abgeschlossen“. Außerdem dankte Hartmann noch Trainer Steve Guy sowie dem GW-Vorstand um Karsten Aßmann und Urich Marquardt: „Wir als Mannschaft wurden das ganze Jahr über komplett unterstützt vom Verein“.
Punkte für GW Fulda: Daniel Orlita, Falk Hartmann, Leon Abend, Orlita/Sekanina, Hartmann/Abend.
Punkt für BW Petersberg: Luca Hohmann.
Gruppenliga
In der Sechser-Gruppenliga machte RW Fulda II den Klassenerhalt – der vorher schon so gut wie fix war – mit einem 6:3-Heimsieg gegen Sprendlingen IV endgültig klar. „Die Jungs haben performt“, freute sich Uli Fromm mit Teamchef Elias Klüber und der gesamten Mannschaft. Vorne lieferten Laurenz Schuster und Benedikt Reith starke Einzel ab und holten zwei Punkte, auch Leopold Hohmann und Tim Brähler waren erfolgreich. Danach siegten auch die Doppel Schuster/Sven Roßmar und Reith/Brähler. Auch für RW II ist der Klassenerhalt mit Platz fünf in der Gruppenliga ein toller Erfolg und bestätigt die steile Formkurve, die die Mannschaften der Rot-Weißen dieses Jahr wieder vorweisen konnten.
Auch die Vierer-Gruppenliga ist beendet – und BW Hünfeld stand als punktloser Tabellenletzter schon als Absteiger fest. Zum Abschluss gab es nochmal ein 2:4 zuhause gegen Bad Sooden-Allendorf/Witzenhausen – ein achtbares Ergebnis gegen den Tabellenzweiten. Für Zählbares war der Einzelsieg von Lorenz Hohmann sowie der Doppelerfolg von Hohmann und Karel Teply aber nicht genug. Unter anderem unterlag Teply noch in seinem Duell im Champions Tiebreak. BW Bad Hersfeld verbuchte zum Saisonabschluss auf der heimischen Anlage ein 3:3 gegen den Meister Kasseler TC 31, und auch Bad Soden-Salmünster und der SV Neuhof trennten sich am letzten Spieltag mit 3:3. Hersfeld als Verbandsliga-Absteiger, Neuhof und der spielfreie TC Marbach haben die Klasse gehalten.
Kreisoberliga
Ein Blick auch noch in die Kreisoberligen, die ihre Saison ebenfalls abgeschlossen haben: In der Sechser-KOL schloss der TC Eichenzell die Runde als Vizemeister ab und bekam zum Abschluss gegen Lindenau die Punkte geschenkt, weil die Gäste nicht antraten. Nur gegen Meister Bruchköbel II verlor die Mannschaft um Philipp Ulrich in diesem Jahr (1:8). BW Schlüchtern steht als Fünfter knapp über dem Strich, GW Fulda II hingegen muss als Vorletzter wohl absteigen. In der Vierer-Kreisoberliga mit osthessischer Beteiligung hatten die hiesigen Teams mit dem Titel nichts zu tun: Der TC Nüsttal blieb als Fünfter knapp drin, der TV Angersbach landete derweil auf einem Abstiegsplatz.
Junioren
Der letzte Spieltag ging am Samstag auch für die U18-Jungs der MSG RW Fulda/TC Eichenzell über die Bühne: Mit dem 6:0 gegen Schlusslicht Altenstadt feierte der Nachwuchs einen erfolgreichen Abschluss und steht mit drei Siegen und drei Remis bei nur einer Niederlage nach den sieben Spieltagen auf Platz vier. Die von Leopold Hohmann angeführte Truppe unterlag im Saisonverlauf lediglich Meister Bergen-Enkheim am ersten Spieltag mit 1:5.
