Die bunten Projekte der Azubis veranschaulichen verschiedene wichtige Themen zum Wasser. Gäste können Einiges selbst basteln, darunter einen Wasserfilter. Ein Azubiprojekt besteht aus einer Landschaft, bei der es um den Wasserabfluss und die Wasserverdunstung geht. Ein anderes Projekt beschäftigt sich mit dem sorgsamen Umgang mit Wasser. Zudem wird es viele kleine Mitmachaktionen geben, wie den Plüschtier-Ziegenwettlauf. Zudem gibt es Projekte des Umweltmobils und kulinarische Highlights.
Auch eine Spendenübergabe an Kolping international findet an dem Aktionstag statt. „Unser Anliegen ist es, nicht einfach nur eine Spende zu übergeben. Das würde Uganda schon mal helfen, aber uns geht es darum, zu sensibilisieren für diese Weltarbeit“, sagte Brigitte Kram, die Vorsitzende des Kolping-Diözesanverbands. Die Gäste des Hotels können auf eine Zimmerreinigung verzichten. Pro Zimmerreinigung und pro Tag werden dann fünf Euro in einem Spendentopf gesammelt. Die Summe aus einem Jahr wird gespendet, in den vergangenen Jahren für Hühner in Afrika – bei dem Projekt erhalten Familien schon durch die Spende von fünf Euro ein Huhn, das sie versorgt. Für das Jahr 2025 überlegten sich die Hotelbetreiber eine andere Aktion: „Wir wollen Wasserzisternen spenden“, sagte Marco Jozzi, Geschäftsführer der ParkHotels Kolpinghaus. Der gesammelte Betrag entsprach einer Summe von 5300 Euro, wovon zwölf Zisternen in Uganda gespendet werden: „Je zwei Familien erhalten damit frisches Wasser“, so Jozzi. „In Uganda müssen Erwachsene und auch Kinder kilometerweit laufen, um aus einem Brunnen Wasser zu holen. Für uns ist Wasser zuhause selbstverständlich, weshalb wir spenden wollten“, sagte Kram. „Wir wollen Menschen helfen, wieder selbst ein Stück weit mehr ins Leben zu kommen und nicht von anderen abhängig zu sein“, fügte sie hinzu. Gleichzeitig sei die Aktion eine Investition in Bildung. „In dem Moment, wo eine Zisterne und damit Wasser vor Ort ist, muss die Familie die Kinder nicht losschicken und diese können in die Schule gehen“, sagte sie.
Während der Veranstaltung wird es einen Kanisterlauf geben, so können die Besucher selbst erfahren, wie es ist das Wasser selbst tragen zu müssen. Auch wird erklärt, wie eine Zisterne überhaupt funktioniert. Gleichzeitig geht es darum, ob ein tägliches Duschen überhaupt sein muss. „Damit schaffen wir Kontraste, die deutlich werden“. Für die Menschen in Uganda wäre das Duschen schließlich gar nicht möglich. Besondere Gerichte können Gäste am Samstag auch erleben: eine afrikanische Speise mit Kochbananen und Reis sowie Süßkartoffelpommes. Zum Abschluss des Tages werden Gäste für einen Gottesdienst mit einem Gospelchor um 16 Uhr eingeladen. Die Projekte der Azubis wurden von Christian Müller, Renata Rotari und Livia Fix gestaltet.
„Auf der Seite von Kolping International gibt es eine Auswahlpalette“, sagte Kram. Ob Ziegen und Schweine oder die Finanzierung von Schulbesuchen – Leute, die gerne etwas spenden möchten, könnten Menschen in Afrika bereits durch kleine Beiträge unterstützen. „Dadurch können sich die Menschen ein besseres Leben ermöglichen und sie sich selbst versorgen“, so Kram.
