Fußball 19.09.2026

Gruppenliga – Wie Löwen gekämpft: Dittlofrod dreht 0:2-Rückstand

Dittlofrod (sim) – Was für ein Comeback, was für ein Befreiungsschlag: Die SG Dittlofrod/Körnbach hat in der Gruppenliga einen schon verloren geglaubten Heimsieg gefeiert. Gegen die SG Bad Soden II lag die Mannschaft von Marko Karamatic zwischenzeitlich mit 0:2 und später erneut mit 1:3 zurück, kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück und gewann durch einen Handelfmeter in der Nachspielzeit mit 4:3 (1:2). „Wir haben gekämpft wie Löwen“, jubelte Karamatic nach dem dramatischen Erfolg.

Foto: Manfred Völler.

Dabei erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Andrej Tarnovschi brachte Bad Soden II bereits in der achten Minute in Führung, Daniel Gusakov erhöhte nach einer halben Stunde auf 2:0. Dittlofrod ließ sich davon allerdings nicht entmutigen und verkürzte durch Leonhard Käsmann (40.) noch vor der Pause. Obwohl die Gastgeber nach Einschätzung ihres Trainers die Mehrzahl der Chancen hatten, liefen sie dem Rückstand hinterher. „Wir haben gut gespielt und dann stand es auf einmal 0:2“, beschrieb Karamatic den Spielverlauf.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Als Tarnovschi in der 75. Minute auf 3:1 für Bad Soden II stellte, schien Dittlofrod erneut auf der Verliererstraße. Zudem sah Daniel Gusakov aufseiten der Gäste die Gelb-Rote Karte. Doch die Hausherren gaben sich nicht geschlagen und zündeten in der Schlussphase ein echtes Feuerwerk: Jonas Dzinic (77.) und Ali Dogru (79.) sorgten mit einem Doppelschlag binnen zwei Minuten für den 3:3-Ausgleich. Dittlofrod wollte nun auch den Dreier – und tatsächlich fiel in der Nachspielzeit die Entscheidung. Marlon Weitz verwandelte in der 90.+3 Minute einen Handelfmeter zum umjubelten 4:3.

Für Karamatic war der Sieg nicht nur aufgrund der späten Wendung besonders wertvoll. „Dass der Knoten jetzt endlich geplatzt ist, ist gut. Erst recht, wie es passiert ist“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft habe sich das Spielglück erarbeitet und auch von der Bank wichtige Impulse setzen können. „Das, was die Wochen zuvor gefehlt hat, war heute da.“ Dass seine Spieler trotz des erneuten Rückschlags nach dem 1:3 nicht aufgaben, freute den Coach besonders: „Die Jungs haben sich nicht totgeglaubt, und das ist gut.“

Nun hofft Karamatic, dass der spektakuläre Erfolg seiner Mannschaft auch für die kommenden Aufgaben einen Schub gibt. „Ich hoffe, dieser Sieg löst bei den Jungs etwas. Wir können hoffentlich jetzt die Köpfe wieder heben und etwas befreiter spielen.“ Der dramatische Dreier sei dabei mehr als nur ein Erfolg auf dem Papier: „Wenn man so gewinnt, ist ein Sieg noch viel wichtiger. Dass wir diesen Rückstand gedreht haben, das hat viel mehr Wert.“ Die Mannschaft habe sich den Erfolg verdient und gezeigt, dass sie in der Liga bestehen könne. „Ich hoffe, dass sich jetzt alles löst und die Jungs gesehen haben, dass wir es in der Liga können und hoffentlich viele weitere Punkte einfahren können.“

Tore: 0:1 Andrej Tarnovschi (8.), 0:2 Daniel Gusakov (30.), 1:2 Leonhard Käsmann (40.), 1:3 Andrej Tarnovschi (75.), 2:3 Jonas Dzinic (77.), 3:3 Ali Dogru (79.), 4:3 Marlon Weitz (90.+3, Handelfmeter)

Zuschauer: 120.

Gelb-Rote Karte: Daniel Gusakov (Bad Soden, 75.)