„Es ist immer etwas Besonderes, gegen Künzell zu spielen“, betont Drews, der zwischen 2021 und 2023 für zwei Jahre für den TSV auflief: „Zwei oder drei Bekannte von früher sind da immer noch dabei. Mit denen trifft man sich immer gerne und tauscht sich aus.“ Für 90 Minuten werden die Freundschaften am Freitagabend jedoch ruhen – Schlüchtern will nach zwei Niederlagen in Folge wieder in die Spur finden, um den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht zu groß werden zu lassen. Beim SV Neuhof und bei Tabellenführer Sickels unterlag die Drews-Elf zuletzt jeweils knapp mit 0:1. „Da hatten wir jeweils unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Das hat sich da durchgezogen, wir vergeben vorne die Dinger und fangen uns hinten ein Ei. Da ist die Münze auf die falsche Seite gekippt“, blickt der Schlüchterner Coach zurück.
Insgesamt bewertet Drews den Saisonstart mit zehn Punkten aus sieben Spielen bei drei Siegen, drei Niederlagen und einem Remis mit gemischten Gefühlen: „Sickels und Neuhof waren vermeidbare Niederlagen. Dass wir gegen Bad Soden einen Punkt holen, war mehr Glück als Verstand, so ehrlich muss man dann auch mal sein. Insgesamt hätte ich gerne noch einen Sieg mehr eingefahren.“ Der soll nun vor heimischem Publikum gegen Künzell folgen – dem ersten Heimspiel seit fast einem Monat: In den vergangenen fünf Partien musste Schlüchtern immer auswärts ran und holte in diesem Zeitraum sieben der zehn Punkte. Das bislang einzige Heimspiel Anfang Oktober gewann die SG souverän mit 5:0 gegen Aufsteiger Huttengrund. „Es ist schön, endlich mal wieder zuhause zu spielen“, betont Drews.
Mit dem TSV Künzell wartet jedoch ein unangenehmer Gegner: Drews‘ ehemaliger Verein ist aktuell erster Verfolger von Ligaprimus Sickels und fertigte am vergangenen Wochenende die ebenfalls stark gestartete SG Niederaula/Kerspenhausen mit 5:1 ab. „Ich freue mich wirklich, dass sie so gut drauf sind. Ich hatte eine super Zeit dort. Und im Moment stehen sie absolut zu Recht da oben, da wird eine richtig gute Arbeit geleistet“, lobt Drews seinen Trainerkollegen Jochen Maikranz und dessen Team. Personell kann der Spielertrainer gegen den TSV wieder auf Lukas Bojnec bauen, der seine Sperre abgesessen hat – Justus Gärtner steht dagegen mit einer gebrochenen Rippe nicht zur Verfügung. „Ansonsten sind aber alle dabei, wir freuen uns auf das Spiel“, so Drews abschließend.
