Für Spielertrainer Marcel Mosch ist das Derby dabei auch ein Wiedersehen mit einem bekannten Gegner. Mosch kennt die SG Johannesberg aus eigener Erfahrung. „Für mich persönlich hat das keinen großen Stellenwert. Ich habe bei dem Verein ein halbes Jahr gespielt, dann wurde die Saison wegen Corona abgebrochen. Für mich ist es ein normales Spiel“, erklärt Mosch. Für den Verein und die Zuschauer sei es dagegen natürlich ein Derby.
Johannesberg befindet sich aus Sicht des Borussia-Trainers noch in der Findungsphase. „Das spiegeln die Ergebnisse wieder, dennoch darf man sie nicht unterschätzen.“ Seine Mannschaft werde deshalb mit voller Konzentration in die Partie gehen. „Ich habe gelernt, dass man immer 100 Prozent geben muss. So stelle ich meine Jungs auch ein. Es kann alles passieren, aber wir werden uns auf uns konzentrieren.“
Auch Borussia selbst ist noch dabei, sich zu finden. „Wir müssen uns auch noch in der Liga zurechtfinden. Nicht nur der Verein, sondern auch einige Spieler. Wir sind in der Findungsphase, aber es findet von Spiel zu Spiel eine Entwicklung statt.“ Personell gibt es allerdings weiterhin einige Fragezeichen. „Wir haben noch ein paar Verletzte und der Rest ergibt sich noch.“
Johannesbergs Trainer Andre Wohning freut sich derweil auf das Derby und erwartet eine entsprechende Kulisse. „Es ist schon ein schönes Derby für uns. Zuschauertechnisch wird einiges los sein, denke ich.“ Vor allem die Fans von Borussia Fulda könnten für Stimmung sorgen. „Borussia hat schon letztes Jahr immer einiges an Rabatz gemacht mit Fahnen und Trommeln. Ich hoffe, einige finden den Weg zu uns.“
Sportlich sieht Wohning beide Mannschaften nicht weit auseinander. „Borussia hat ein Spiel mehr gewonnen, sonst sind wir relativ identisch.“ Dass es bei Johannesberg bislang ein Auf und Ab gibt, räumt der Trainer ein. Gleichzeitig sieht er sein Team nicht als klassischen Absteiger aus der Verbandsliga, sondern als Neuling in der Gruppenliga. „Wir mussten eine neue Mannschaft formen. Dennoch müssen wir mehr Konstanz reinbringen.“
Vor allem bei Einsatz und Tempo fordert Wohning eine Steigerung. „Wir müssen aggressiver werden und das Tempo der Gruppenliga aufnehmen.“ Gegen Borussia werde das besonders wichtig. „Wenn wir gegen Borussia etwas holen können, wäre das gut.“ Seine Mannschaft habe bereits gute Spiele gezeigt, allerdings auch schwächere Auftritte. „Einsatzwille und Bereitschaft müssen wir eine Schippe drauflegen, und das wird gegen Borussia nötig.“
Mosch selbst will sich derweil nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen. „Wir werden uns auf uns konzentrieren.“ Auch Wohning sieht den Schlüssel in der eigenen Leistung. „Wir werden nicht großartig nach Borussia schauen, wir werden auf uns schauen. Wir wollen besser werden als in den letzten Spielen.“
Personell sieht es bei Johannesberg zumindest ordentlich aus. „Alle Spieler, die gesund sind und spielen dürfen, stehen uns zur Verfügung. Vielleicht kommt sogar noch der ein oder andere wieder dazu. Aktuell sieht es ganz gut aus.“
Der Spieltag in der Übersicht:
Freitag
18.45 Uhr
TSG Lütter – SG Bad Soden II
19 Uhr
SG Schlüchtern – TSV Künzell
Samstag
17 Uhr
SG Dittlofrod/Körnbach – SG Huttengrund
SG Johannesberg – SC Borussia Fulda
Sonntag
15 Uhr
SG Oberzell/Züntersbach – SG Elters/Eckwb/Schwb
SV Hofbieber – SG Sickels
SG Niederaula/Kerspenhausen – SG Freiensteinau
16 Uhr
SG Eiterfeld/Leimbach – SV Neuhof
