Lokales FD 24.09.2026

Generationswechsel im FPD-Kreisverband: Kratzer folgt auf Klotzsche

Flieden/Fulda (pm/pf) – Die FDP Fulda hat auf ihrer Kreismitgliederversammlung im Vereinsheim des SV Buchonia Flieden Philipp Kratzer zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Er folgt auf Mario Klotzsche, der den Kreisverband mehr als zehn Jahre geführt und in dieser Zeit maßgeblich geprägt hat. Die Mitglieder würdigten Klotzsches langjähriges Engagement und wählten ihn zum Ehrenvorsitzenden des FDP-Kreisverbandes Fulda.

Philipp Kratzer und Mario Klotzsche. Fotos: FDP Fulda

Der neue Kreisvorstand

Klotzsche dankte den Mitgliedern für das Vertrauen und die gemeinsame Arbeit der vergangenen Jahre. Der Wechsel an der Spitze sei bewusst und richtig: „Nach mehr als zehn Jahren ist es Zeit, Verantwortung weiterzugeben und neue Impulse zu ermöglichen. Eine Partei lebt davon, dass neue Generationen Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und ihren eigenen Stil entwickeln.“ Klotzsche werde sich künftig insbesondere auf seine Aufgaben im Kreistag Fulda, in der Gemeinde Flieden sowie auf seine weiteren politischen Funktionen konzentrieren.

Mit dem Wechsel an der Spitze setzt der Kreisverband zugleich den personellen Erneuerungsprozess der vergangenen Jahre fort. Die FDP Fulda verfügt heute über eine junge Mannschaft, in der erfahrene Mitglieder und eine neue Generation liberal Engagierter zusammenarbeiten. Zahlreiche jüngere Mitglieder haben in den vergangenen Jahren Verantwortung in den Ortsverbänden, kommunalen Parlamenten und im Kreisverband übernommen.

Der neue Kreisvorsitzende Philipp Kratzer machte in seiner Antrittsrede deutlich, dass er die derzeitige Lage der FDP nicht schönreden wolle. Bei der vergangenen Kommunalwahl habe der Kreisverband die Schwäche der Bundespartei unmittelbar zu spüren bekommen. Vergangene Erfolge allein seien kein Maßstab für die Zukunft. „Der Einfluss des Kreisverbands auf die Bundes- und Landespolitik ist begrenzt – umso mehr kommt es auf unsere eigene Arbeit vor Ort an“, erklärte Kratzer. Konkret nannte der seit Jahren in der Gemeindevertretung Künzell aktive Kratzer zwei Ziele, an denen sich der Kreisverband messen lassen müsse: die Gewinnung neuer Mitglieder und eine stärkere öffentliche Wahrnehmung. „Unser Kreisverband hat in den vergangenen zehn Jahren viele neue Mitglieder gewonnen und sich dadurch sichtbar verändert. Gerade viele junge Menschen wollen sich einbringen und für liberale Politik werben. Diesen Schwung wollen wir nutzen und ihnen Verantwortung übertragen“, so Kratzer.

Inhaltlich sieht der 34-jährige Richter die FDP nicht vor einer programmatischen Kehrtwende. Er verwies auf steigende Kraftstoffpreise, die miserablen Ergebnisse Deutschlands bei Bildungstests, den Verlust von Industriearbeitsplätzen und die wachsenden Belastungen des Bundeshaushalts durch die Rentenversicherung. „Unsere politischen Antworten adressieren genau diese Herausforderungen. Wir brauchen keine inhaltliche 180-Grad-Wende, sondern einen Staat, der sich auf seine wesentlichen Aufgaben konzentriert und diese effizient erfüllt.“ Gleichzeitig müsse Politik den Bürgerinnen und Bürgern zutrauen, Verantwortung selbst zu übernehmen, statt für jedes Problem eine staatliche Lösung zu versprechen.

Kratzer wird von den drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden Hendrik Link aus Künzell, Ramona Sachtleber aus Fulda und Claus-Dieter Schad aus Eichenzell unterstützt. Dem neuen Kreisvorstand gehören außerdem Matthias Hansen (Fulda), Dr. Dagmar Litt-Adkinson (Hofbieber), Adrian Bernhard (Hünfeld), Michael Grosch (Fulda), Kurt-Dirk Melchiors (Fulda), Uwe Reichenbach (Flieden), Hannes Hauf (Flieden), Jürgen Plappert (Künzell), Simon Gaßmann (Neuhof), Martin Gerlach (Burghaun), Carl Kraus (Kalbach), Lucas Jarothe (Tann), Prof. Dr. Thomas Stegmann (Petersberg), Mike Scheibel (Eichenzell) und Monika Jankow (Künzell).