Das Fest startete schon vor einer Woche mit dem schweißtreibenden und traditionellen Baumaufstellen am Lindenplatz mit anschließendem gemütlichem Beisammensein im Festzelt am Marktplatz. Bei Rhöner „Ploatz“ und kühlem Bier stimmten sich Einheimische wie Gäste auf die kommenden Festtage ein. Nach der Kirmesdisco am Freitag folgte am Sonntag der Höhepunkt.
Der festliche Kirmessonntag begann mit einem feierlichen Kirchweihgottesdienst in der evangelischen Kirche St. Georg mit Dekan Thorsten Waap. Nach dem traditionellen „Kirchbergständchen“, bei dem bereits die ersten kühlen Getränke gereicht wurden, zog der Festzug mit allen Hettenhäuser Vereinen weiter zum Bürgerhaus. Christian Frohnapfel, Ehrenvorsitzender der Kirmesgesellschaft, konnte 49 Paare aus vielen Generationen Kirmes im Alter zwischen 16 und 79 Jahren begrüßen. Er bedankte sich bei den Vereinen für ihre Unterstützung und besonders bei Dekan Waap für den „wirklich bewegenden und wunderschönen Gottesdienst“. Nach einer Festrede des langjährigen Hettenhäuser Pfarrers Dieter Dersch, der besonders den Zusammenhalt und die Heimatliebe in Hettenhausen als Vorbild empfahl, folgte der Dreireihentanz.
Dem Riesenandrang zur Generationenkirmes geschuldet wurde in drei Gruppen getanzt. Wie Christian Frohnapfel erläuterte, sind die 33 Jahre Kirmesgesellschaft nicht nur ein Schnapszahl-Jubiläum. Seit 147 Jahren steht die Kirche, so dass beide Jahreszahlen zusammen mit 180 Jahren auch irgendwie eine runde Zahl ergeben. Und 33 Jahre Kirmesgesellschaft bedeuten viel mehr Jahre. Auch vor 60 Jahren wurde Kirmes gefeiert in Hettenhausen – Christian Frohnapfel meinte sogar schon seit über 450 Jahren. Wahrscheinlich damals ohne die prachtvollen, handgefertigten Blumenhüte. Sie sind das unbestrittene Markenzeichen der Hettenhäuser Kirmesburschen. Stolz trugen die Aktiven die über 60 Zentimeter hohen und mit rund 200 Papierblumen geschmückten Kunstwerke durch die Straßen und sogar beim Tanzen. Für die Musik sorgten die „Original Fränkischen Dorfmusikanten Ballingshausen“, die zünftig aufspielten. Das Jubiläum hat eindrucksvoll bewiesen, dass das dörfliche Brauchtum und der Zusammenhalt in Hettenhausen auch nach 33 Jahren lebendiger denn je sind.
