Lokales FD 07.09.2026

FZ-Forum in Kalbach: Kämmerer Kister gegen Bagus im Wortduell

Mittelkalbach – Von Marilena Alt – Wie war es, dem eigenen Chef mitzuteilen, dass man gegen ihn antreten will? Eine der ersten markanten Fragen des FZ-Wahlforums am Montagabend in Mittelkalbach: Amtsinhaber Mark Bagus (parteiunabhängig) und sein Herausforderer Marcel Kister (parteiunabhängig) traten im Bürgerhaus gegeneinander an. Kurz vor der anstehenden Bürgermeisterwahl am Sonntag wurde über Wahlprogramme, Veränderungen und insbesondere über die Fragen und Wünsche der Bürger Kalbachs diskutiert.

Marcel Kister (links) und Mark Bagus (rechts) im Duell. Fotos: Marilena Alt

Bagus und Kister auf der Bühne etwa vor 260 Gästen aus der Gemeinde, die Bürger rufen Einwände herein und lauschen gespannt den Diskussionen. „Ich möchte ein offenes Ohr für alle haben“, sagte Marcel Kister (35) zu einer möglichen Amtszeit als Bürgermeister. Doch auch schon in seinem jetzigen Amt als Kämmerer könne er dies durch die Begegnungen mit den Bürgern umsetzen: „Viele kommen mit ihren Wünschen zu mir“, sagte Kister. Auch Bagus (56) wolle nun das Beschwerdemanagement aufarbeiten, wie er angab.

Einige der Gäste äußerten diese Beschwerden direkt im Duell, gingen sogar mehrmals an das Mikrofon, um mit den Kandidaten zu diskutieren. Die Beleuchtung sei dabei ein zentrales Thema, die nicht verändert worden sei – trotz des Wahlprogramms von Bagus. Eine vergessene Abrechnung wurde thematisiert, ebenso das Thema Radwege. „Ein Thema, das wir angehen müssen“, sagte Kister, der nun Fördertöpfe ausschöpfen und einsetzen wolle. 

Beim Thema Wasserverlust waren die Meinung besonders gespalten, Kister deklarierte diese als besonders hoch, während Bagus sagte: „Es gab Zeiten, die schlimmer waren“. Kister wolle den Punkt mit der Wasserversorgung direkt angehen. Unter den Besuchern kam dann die Frage auf, was Bagus mit den vielen Erneuerungen der Wasserzähler bewirken wollte.

„Ich will, dass Kalbach weiter lebenswert und liebenswert bleibt“, sagte Bagus zu den Gästen. Er wolle ein Kalbach schaffen, in dem sich jüngere und ältere Generationen wohl fühlen. Außerdem stünden Finanzen, Infrastruktur und die Veränderung einiger Punkte in der Verwaltung auf seinem Programm. Kister kritisierte explizit die vorhandenen organisatorischen Strukturen und wolle, dass Aufgaben in der Verwaltung klar zugeordnet werden. „Wir müssen adäquat kommunizieren“, forderte er.

FZ-Forum in Kalbach. Fotos: Marilena Alt