Bereits am Donnerstag stand für Luca und Merle Wanke die Besichtigung der ersten Wertungsprüfungen auf dem Programm. Nach einem weiteren Recce-Tag am Freitag ging es am Abend um 17.22 Uhr vom Serviceplatz in Lübbecke erstmals auf die Strecke. Die ersten Prüfungen dienten vor allem dazu, Vertrauen aufzubauen und sicher durchzukommen. Einige der Wertungsprüfungen wurden beim zweiten Durchgang bereits im Dunkeln gefahren.
Am Samstag lief es für die beiden zunehmend besser. Auf der fünften Wertungsprüfung gelang ihnen sogar die Bestzeit. Gleichzeitig mussten die bis dahin führenden Aaron und Arwed Jungnickel nach einem Ausfall auf dieser Prüfung ihre Rallye beenden. Beide blieben dabei unverletzt. Dadurch rückten die Wankes auf den zweiten Platz vor und verteidigten diesen bis ins Ziel.
Mit ihrem ersten DRM-Einsatz zeigte sich das Geschwisterpaar entsprechend zufrieden. „Insgesamt verlief die Rallye für uns gut und wir konnten ohne technische Probleme bis ins Ziel fahren“, so Wanke. Gleichzeitig sieht das Team noch Luft nach oben: „Leider fehlt uns noch der Speed, um ganz an der Spitze mitfahren zu können, der wird aber mit der Zeit kommen.“
Zunächst gehe es deshalb darum, möglichst viele weitere Kilometer im Rallyeauto zu sammeln und dabei technische Ausfälle zu vermeiden. „Jetzt heißt es erstmal so viele Kilometer wie möglich im Auto zu sammeln und nichts kaputt zu machen“, so Wanke.
Eine zusätzliche Auszeichnung gab es für Luca und Merle Wanke als jüngstes Nachwuchsteam der Rallye. Der Ehrenpreis wurde in Erinnerung an Helger Groppel vergeben, den früheren Rallyeleiter der Rallye Stemweder Berg, der 2022 verstorben war. Groppel hatte sich besonders für die Jugend- und Nachwuchsförderung engagiert.
Der nächste Einsatz der beiden Fuldaer im ADAC Rallye Junior Cup steht bereits in zwei Wochen an. Dann geht es bei der Rallye Fränkische Schweiz erneut auf die Strecke.
