Lokales FD 22.09.2026

„Fulda steht zusammen“: Bündnis ruft zur Demonstration in Fulda auf

Fulda (pm/sim) – Unter dem Motto „Fulda steht zusammen“ ruft der Verein „Fulda stellt sich quer“ gemeinsam mit weiteren demokratischen Kräften für den 9. Oktober 2026 zu einer Demonstration und Kundgebung in Fulda auf. Damit soll nach Angaben der Initiatoren ein Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und eine offene Gesellschaft gesetzt werden.

Foto: Görlich Media

Der Aufruf richtet sich an demokratische Vereine, Verbände, Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Initiativen, Organisationen, Unternehmen, Einrichtungen, Parteien, Jugendorganisationen, Sport- und Kulturvereine sowie an Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis Fulda.

Die Initiatoren schreiben in ihrem Aufruf, sie wollten in einem Land leben, „in dem unsere Demokratie nicht von Extremisten in Frage gestellt wird“, in dem die Würde jedes Menschen geachtet werde und Freiheit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit für alle gelten. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Kultur und Lebensweise sollten selbstverständlich und friedlich zusammenleben können.

Zugleich wenden sich die Unterzeichner gegen Hass und Hetze, Rassismus und Ausgrenzung, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit sowie gegen Rechtsextremismus und weitere Formen von Extremismus. In dem Aufruf heißt es, rechtsextreme Kräfte würden zunehmend versuchen, die Gesellschaft zu spalten. Dem wolle man gemeinsam und entschlossen entgegentreten.

Die Initiatoren formulieren ihre zentralen Forderungen unter anderem mit „Ja zur Demokratie“, „Ja zu Freiheit und Menschenwürde“, „Ja zu Vielfalt und Zusammenhalt“, „Ja zu Respekt und einem friedlichen Miteinander“ sowie „Ja zu den Menschenrechten“. Gleichzeitig heißt es: „Nein zu Hass und Hetze“, „Nein zu Rassismus und Ausgrenzung“, „Nein zu Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit“ und „Nein zur Spaltung der Gesellschaft“.

Die vergangenen politischen Entwicklungen und Wahlergebnisse unter anderem in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden im Aufruf als Beispiele dafür genannt, dass demokratische Werte nicht selbstverständlich seien. Sie müssten geschützt, gelebt und verteidigt werden, heißt es weiter.

Dabei betonen die Initiatoren, dass Demokratie von unterschiedlichen Positionen, offenem Austausch und respektvollem Streit lebe. Trotz unterschiedlicher politischer Ansichten verbinde die Unterzeichner die Überzeugung, dass eine gute und solidarische Gesellschaft auf Demokratie und Freiheit aufbauen müsse.

Als Grundlage des gemeinsamen Aufrufs nennen sie Menschenwürde, Freiheit, Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Völkerrecht. Niemand solle Angst haben müssen, weil er anders aussehe, anders glaube, anders lebe, anders liebe oder eine andere Herkunft habe.

„Wir wollen zeigen, dass die demokratische Mehrheit nicht schweigt“, heißt es in dem Aufruf. Unter dem Motto „Fulda steht zusammen“ werben die Initiatoren dafür, den Aufruf zu unterstützen, Teil des Bündnisses zu werden und am 9. Oktober an der Demonstration und Kundgebung in Fulda teilzunehmen.

Unterzeichnet werden kann der Aufruf nach Angaben des Vereins sowohl von Vereinen, Verbänden, Initiativen, Organisationen, Unternehmen und Einrichtungen als auch von Einzelpersonen.