Bereits zum zweiten Mal hatte sich die Fuldaer Innenstadt von Freitag bis Sonntag in eine große Bühne für Straßenkunst, Artistik, Comedy und Musik verwandelt. Auch am letzten Tag zog es bei bestem Wetter noch einmal zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Zwischen Stadtpfarrkirche, Buttermarkt und Universitätsplatz gab es für große und kleine Besucher viel zu entdecken.
Besonders die Street-Art-Künstler standen am Sonntag noch einmal im Mittelpunkt. Drei Tage lang hatten sie auf dem Borgiasplatz und dem Jesuitenplatz mit Kreide und Farbe gearbeitet. Immer wieder waren Passanten stehen geblieben und hatten beobachtet, wie aus zunächst kaum erkennbaren Linien und Farbflächen nach und nach beeindruckende Bilder entstanden.
Nun waren die Kunstwerke fertig – und sorgten entsprechend für zahlreiche staunende Blicke und gezückte Handys. Eine farbenfrohe Unterwasserwelt, detailreiche Figuren und dreidimensionale Motive ließen den Asphalt plötzlich ganz anders wirken. Aus den Plätzen mitten in der Innenstadt waren für ein Wochenende große Leinwände geworden.
Dabei waren die Bilder nicht nur zum Anschauen gedacht. Viele Besucher nutzten die dreidimensionalen Kunstwerke auch für besondere Erinnerungsfotos und wurden so selbst Teil der Kunst. Immer wieder entstanden kleine Menschentrauben rund um die fertigen Motive.
Doch auch abseits der Street Art war am Sonntag noch einiges los. Till der Schotte sorgte mit schottischem Charme, Comedy und Artistik auf Rollschuhen für Unterhaltung. Auf dem Universitätsplatz ging es bei der Piratenshow „Klar zum Entern“ abenteuerlich zu, während Christoph Engels sein Publikum mit seiner Jonglage und jeder Menge Risiko in Atem hielt.
Auch die verschiedenen Walking Acts waren wieder in der Innenstadt unterwegs und sorgten für überraschende Begegnungen. Der „Zeitgeist“, die „Jazzpolizei“ und weitere Künstler tauchten plötzlich zwischen den Besuchern auf und machten den Weg durch die Innenstadt selbst zur kleinen Show.
So ging das zweite Straßenkunstfestival „Fulda staunt“ am Sonntag mit vielen fertigen Kunstwerken, zahlreichen Shows und einer lebendigen Innenstadt zu Ende. Drei Tage lang hatte sich Fulda in eine große Bühne verwandelt – und besonders die Street-Art-Bilder auf dem Asphalt werden den Besuchern wohl noch eine Weile in Erinnerung bleiben.
Für viele Besucher blieb am Ende vor allem eines: Es gab an diesem Wochenende tatsächlich jede Menge zu staunen.
