„Wir stellen gemeinsam ein Fest für die Menschen vor Ort auf“, sagte Christian Völkel, einer der Organisatoren. An dem Stadtteilfest beteiligten sich verschiedene Akteure aus dem Nordend, darunter die Kita, der Geselligkeitsverein, der Jugendclub und der Stadtteiltreff. Für die Besucherinnen und Besucher gab es ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Aktionen, Spielen und einem Flohmarktstand. Die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg austoben oder schminken lassen, während gemeinsame Spiele für Unterhaltung sorgten.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Gegrilltes und Pommes standen ebenso auf dem Angebot wie Bier, Aperol und Eis. So nutzten viele Gäste die Gelegenheit, bei sommerlichen Temperaturen zusammenzukommen und ein paar gesellige Stunden miteinander zu verbringen. Doch das Fest sollte nicht nur Unterhaltung bieten. Gleichzeitig ging es darum, die Wünsche und Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner für ihren Stadtteil sichtbar zu machen und herauszufinden, an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht.
„Es geht in dem Projekt darum, Maßnahmen auf die Beine zu stellen, die die Stadt allein möglicherweise nicht stemmen könnte“, erklärte Völkel. Das Projekt solle dabei helfen, genauer herauszufinden, wo sich die Menschen im Stadtteil Veränderungen wünschen. Die Besucher konnten ihre Einschätzungen direkt einbringen und mithilfe von Ringen verschiedene Kategorien auswählen, in denen sie Verbesserungsbedarf sehen. Dabei ging es unter anderem um Spielplätze, die in die Jahre gekommen sind, oder um Wegverbindungen. Auch die Gestaltung und Entwicklung von Naturflächen könne eine Rolle spielen.
Neben möglichen baulichen Veränderungen sei vor allem der soziale Zusammenhalt ein wichtiges Anliegen. Ebenso gehe es darum, den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Mitspracherecht zu geben und sie stärker an der Entwicklung ihres Stadtteils zu beteiligen. „Menschen sollen sich mehr mit der Demokratie identifizieren“, sagte Völkel.
So verband das Stadtteilfest im Hof von St. Joseph Geselligkeit und Beteiligung miteinander. Während auf der einen Seite gespielt, gegessen und gefeiert wurde, bot sich auf der anderen Seite die Gelegenheit, eigene Ideen für das Nordend einzubringen – ganz im Sinne eines Festes von und für die Menschen im Stadtteil.
