Basketball 10.09.2026

FT gewinnt das U18-Derby deutlich – Damen halten mit

Osthessen (pf) – FT Fulda ist sportlich erfolgreich in die neue Basketball-Saison gestartet: Die männliche U18 der Red Kites gewann das Bezirksliga-Derby gegen DAFKS Fulda mehr als deutlich mit 136:31 (74:5) – das Ergebnis zeigte aber auch den Gästen viele Erkenntnisse auf. Trotz der 41:76-Niederlage in der Landesliga Nord durften dazu auch die Damen von FT Fulda nicht unzufrieden sein.

Archivfoto: Christine Görlich

Damen-Landesliga Nord: FT Fulda – ACT Kassel 41:76 (29:47)

Es war ein gelungener Einstand für die Damen von FT Fulda – trotz der Niederlage, zeigte sich Trainer Tim Helmke stolz: „Wir sind definitiv in der Landesliga angekommen“. Seine Ansprache vorab hatte einen klaren Fokus: „Wir kamen von unten, ACT Kassel ist Oberliga-Absteiger – weniger Druck kann man in einem ersten Saisonspiel nicht haben. Es war für uns eine Chance“. ACT Kassel habe mit Hau, Michailidis oder Steinhoff natürlich Ausnahmespielerinnen in den eigenen Reihen, die „auf einem ganz anderen Level“ agieren könnten, doch für Helmke war es schön zu sehen, dass seine Mädels sich auch anpassen konnten. Das erste Viertel war mit 12:26 an ACT gegangen, das zweite Viertel gestaltete FT mit 17:21 dann fast ausgeglichen. Der dritte Spielabschnitt war wieder etwas deutlicher, das vierte Viertel dann mit 9:11 wieder absolut eng und auf Augenhöhe. „Kassel hat über das ganze Feld Zonenpressing gespielt, was wir noch nicht kannten. Aber es war schön, wie sich die Mannschaft trotzdem präsentiert hat“, fasste Helmke zusammen. Das Abenteuer Landesliga ist immerhin auch gerade erst gestartet – und die Fuldaerinnen schauen weiterhin nur auf sich und ihre Entwicklung .

FT Fulda: Udovicic (8), Li. Weißler (16), Abel, von Gruben (7), Maimona (9), Diegelmann, Meindl, Mey (1), Lo. Weßler.

 

Jugend:

Das war mal deutlich: Das Auftaktderby in der U18-Bezirksliga zwischen FT Fulda und DAFKS Fulda gewannen die FT-Red-Kites ganz deutlich mit 136:31 (74:5). Im Vorjahr waren die Derbys nicht ansatzweise so deutlich. Beide Teams hatten jeweils zehn Spieler im Kader, bei FT waren es unter anderem Rückkehrer Bela Witzel, der tags zuvor noch richtig viele Punkte für Hanau aufs Board brachte und nun den Spielaufbau der Gastgeber übernahm, sowie Utku Coban, der ebenfalls mit einer Doppellizenz wieder für FT spielt. „Es war ein schönes Miteinander“, freute sich Tim Helmke über den Auftritt seines Teams, das aus fünf U18-Spielern und fünf U16-Spielern bestand. Darunter lief mit Makar Reznichenko ein Debütant auf, der sein allererstes Pflichtspiel absolvierte. Und was Helmke besonders wichtig war: Jeder kam auf seine Scores, was gerade beim Saisonstart eine große Rolle spiele. Sportlich sei es ein schöner, aber noch nicht wirklich aussagekräftiger Saisonstart gewesen. Etwas ärgerlich für die Red Kites ist allerdings der Spielplan: Helmkes U18 ist nun erst wieder Ende Oktober im Einsatz.

Auf der anderen Seite gratulierte DAFKS-Trainer Boris Jurcevic dem städtischen Nachbarn zum Sieg: „Sie haben von Beginn an aggressiv gespielt und fast 30 Minuten mit Ganzfeldpressing enormen Druck gemacht. Gerade damit hatten wir große Probleme und viele Ballverluste“. Dennoch sei Jurcevic stolz gewesen, da nur drei Spieler im Kader 17 Jahre alt seien, „der Rest deutlich jünger, teilweise grade erst 14“. Auch bei DAFKS gab es den einen oder anderen Debütanten, und Jurcevic verurteilte daher auch die Nervosität nicht, die sein Team mitbrachte. Auch körperliche Unterlegenheit hätte eine Rolle gespielt. Max Beckmann und Gridi Taraj seien die einzigen, die im Vorjahr schon in der U18 aufgelaufen waren, und sollen in dieser Saison auch die Verantwortung übernehmen. „Aber wir suchen keine Ausreden – das Ergebnis zeigt ganz klar, woran wir arbeiten müssen. Umso mehr freut mich, dass wir bereits am nächsten Tag wieder gemeinsam im Training standen, das Spiel besprochen und weitergearbeitet haben“, sagte Jurcevic, und nannte beispielshaft die Brüder Justus und Benedikt Laibach, die schon sechs Monate intensiv mit dem Team trainieren würden. „Sie können für die Zukunft nur Gutes bringen“, so der Trainer.

Auch die U18 des TV Hersfeld, die in der Landesliga unterwegs ist, absolvierte ihr erstes Saisonspiel – und das erfolgreich: 82:66 (35:42) hieß es im Heimspiel gegen die TG Hochheim. Es war am Ende überraschend deutlich, nachdem das Team von Alai Barite sich anfangs mit zehn Punkten absetzen konnte, dann aber noch vor der Halbzeit wieder in Rückstand geriet. In Hälfte zwei stellte der Titas-Coach die Verteidigung um, Hochheim geriet mehr und mehr ins Hintertreffen. TVH-Lloyd Omorogbee aus Fulda, der per Doppellizenz auch in Hersfeld spielt, avancierte gleich zum Topscorer mit 28 Zählern.

Die männliche U16 von FT Fulda war am Sonntag zuhause gegen die TSG Bad Karlshafen in die Saison gestartet – sammelte allerdings noch keine Punkte: Das Spiel ging mit 90:15 (57:9) gewonnen, jedoch spielt der Gegner in dieser Saison außer Konkurrenz mit, was Tim Helmke aber keinesfalls missfiel: „Ich finde es super, dass sie hergefahren sind. Über jedes Spiel in der U16 sind wir froh, und so hat jeder zwölf Spiele in der Saison“. In der Fuldaer U16 standen mit Frederik Herbert und Jonathan Kumm ebenfalls Debütanten auf dem Feld, dazu half auch Bela Witzel nochmal aus, was gar nicht geplant war, weil er schon U18 spielen sollte. Eindrucksvoll war außerdem das Spiel von Ivano Jajtic, der schon seit wenigen Jahren Basketball spiele, aber neu bei FT ist: „Er hat sich nahtlos eingefügt“, lobte Helmke. U14-Spieler Leonard Galmarini schnupperte wiederum erstmals U16-Luft und konnte sich mit älteren Spielern messen.

Die Hersfelder U14 unterlag indes zuhause ACT Kassel II in der Bezirksliga mit 47:100 (24:56), es war die erwartet schwere Aufgabe zum Start gegen körperlich deutlich überlegene Gäste aus Nordhessen. A. Karademir war mir 14 Punkten bester TVH-Werfer. Die U12 aus Bad Hersfeld holte derweil einen deutlichen 95:23-Heimsieg gegen ACT Kassel IV. Besonders Micha Friesen und Khelifa Seddik waren hierbei nicht zu stoppen.