Oberliga Süd: FSG Bürgstadt/Kirchzell – TV Flieden 39:20 (20:9)
„Wir haben schon Lehrgeld bezahlt. Der Gegner war letztes Jahr zweiter in der Liga, es wäre natürlich vermessen gewesen zu sagen, dass wir hier gewinnen. Aber wir haben trotzdem einen anderen Auftritt erwartet“, haderte TVF-Coach Holger Hölzinger: „Geschwindigkeit, Körperlichkeit, Mentalität – das war einfach zu wenig von uns, um da mithalten zu können.“ Die Gäste kamen in der Dreifachsporthalle Miltenberg Nord überhaupt nicht ins Spiel und lagen bereits nach wenigen Minuten aussichtslos zurück – vor allem Lena Zang bekamen die Fliedener überhaupt nicht in den Griff, Zang stand nach vier Minuten bereits bei drei Toren, und Hölzinger reagierte beim Stand von 2:6 nach sieben Minuten bereits mit der ersten Auszeit – besser wurde es allerdings nicht aus Sicht der Gäste. „Gerade in der ersten Halbzeit kamen wir gar nicht rein. Wir müssen an unser Leistungsmaximum kommen, jeder muss an seine Grenzen gehen, wenn wir in dieser Liga bestehen wollen“, konstatierte Hölzinger. Der Vorjahreszweite baute seinen Vorsprung in der Folge konsequent aus, Flieden hatte zudem etwas Pech mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung: Während die Gäste fünf Zeitstrafen und zwei Gelbe Karten hinnehmen mussten, kam Bürgstadt/Kirchzell gänzlich ohne Zwei Minuten und Verwarnung aus. Positiv aus Fliedener Sicht war dagegen der Einstand von Neuzugang Luisa Yasar, die auf immerhin vier Tore kam und damit gemeinsam mit Lorena Krso, Laura Hölzinger und Malin Lehmann Topscorerin des TVF war.
Flieden: Kraft, Lomb, Flauger, T. Bagus (1), Krso (4), Kleinhenz, Reichenauer, Hölzinger (4/1), Yasar (4), Hilb (1), Pappert (1), C. Bagus (1), Lehmann (4)
Oberliga Nord: HSG Twistetal II – TV Hersfeld 22:31 (6:15)
Gelungener Auftakt für Sanja Fabijanic als Trainerin des TVH: Im ersten Spiel nach dem Abstieg ließen die Hersfelderinnen bei Twistetal II überhaupt nichts anbrennen und diktierten von Beginn an das Geschehen – angeführt von der überragenden Luisa Teichmann, die acht Treffer zum Erfolg beisteuerte und von der Siebenmeterlinie nahezu perfekt blieb (4/5). Der TVH legte direkt los wie die Feuerwehr und führte nach sieben Minuten schon mit 7:1 – ein Rückstand, von dem sich Twistetal nicht mehr erholen sollte. Zwar kamen die Nordhessen immer mal wieder auf bis zu sieben Tore heran, Fabijanic konnte mit dem Auftritt ihres Teams aber größtenteils zufrieden sein.
Hersfeld: Raguse (4), Berk (4), Teichmann (8/4), Söllner (3), Berg, Knaus, Köhler (1), Holzapfel (3), Fennel, Fischer (2), Niering (1), Schade, Bittorf (4/1), Willems (1), Eimer
Oberliga Nord: SV G. Fritzlar II – HSG Großenlüder/Hainzell 40:20 (20:11)
Das war deutlich: Die HSG Großenlüder/Hainzell ist am ersten Spieltag bei der Zweitvertretung von Germania Fritzlar unter die Räder gekommen – ist allerdings auch stark ersatzgeschwächt nach Nordhessen gereist, entsprechend war das Resultat aus Sicht der Gäste durchaus erklärbar. Beste Werferin beim Team von Trainer Liviu Pavel war Lea Schmitt mit fünf Treffern und 2/3 Siebenmetern, insgesamt hatte die HSG den Nordhessen aber wenig entgegenzusetzen. Zur Pause stand es bereits 11:20, Fritzlar baute den Vorsprung nach dem Seitenwechsel aber sukzessive weiter aus.
Großenlüder/Hainzell: Frodl, Möller (1), Hartmann (1/1), Jordan, Wiegand (2), Möller (3), Dietrich (1), Heger (1), Kaub (3/1), Schwarz (2), Schmitt (5/2), Feldmann (1/1)
