Handball 21.09.2026

Frauen-Oberliga – Unglücklicher Spielplan: HSG unterliegt deutlich

Großenlüder (pf) – Die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell finden sich erstmal am Tabellenende der Frauen-Oberliga Nord wieder: Am zweiten Spieltag kassierte die HSG die zweite Niederlage. Am Sonntag hieß es 22:33 (10:15) gegen den SV Reichensachsen.

Archivfoto: Christine Görlich

Großenlüder/Hainzells Trainer Liviu Pavel machte allerdings keinen Hehl daraus, dass es das Auftaktprogramm nicht gut mit seinem Team meinte: Schon in der Vorwoche wurde es gegen eine verstärkte Mannschaft von Germania Fritzlar II deutlich, nun verlor die HSG gegen einen der Mitfavoriten: „Sie sind mit Hersfeld für mich Favorit für den Aufstieg“, sagte Pavel über den Gegner SV Reichensachsen. „Die Mädels haben alles gegeben – gegen Reichensachsen kann man verlieren, letztes Jahr haben wir auch eine höhere Niederlage kassiert“. Recht hat er: In der Vorsaison hieß es 24:44 und 29:42 gegen den Vizemeister.

Phasenweise hätte sein Team ein gutes Spiel abgeliefert, doch lief im Ergebnis über weite Strecken hinterher. „Die Abwehr stand teilweise gut, aber im Angriff haben wir leider sehr viel verworfen“, so Pavel: „Dazu hatte die Torfrau von Reichensachsen noch einen guten Tag und hat nahezu 40 Prozent der Bälle gehalten“. Außerdem kassierte Großenlüder/Hainzell Konter um Konter gegen die schnellen Spielerinnen der Gäste – schon in der ersten Hälfte zählte Pavel sieben Konter-Gegentore, in der zweiten Halbzeit dann sogar zehn. „Das waren die Hälfte aller Gegentore“, stellte er fest.

Dass es eine schwierige Saison für die HSG werden würde, sei klar gewesen. Doch nun kommt der Spielplan dem Team noch weniger entgegen: Das nächste Spiel steigt erst am 18. Oktober, dann soll gegen Twistetal II ein Sieg her. Bis dahin muss die HSG im Tabellenkeller verweilen. „Wir brauchen eigentlich Spielpraxis, das ist für uns nicht so toll“, bedauerte Pavel, und erklärt daher auch zum Teil die beiden bisher hohen Ergebnisse: „Das Torverhältnis nehme ich auf meine Kappe, weil wir aber auch die zweite Garde spielen lassen. Sie brauchen die Spielpraxis auch, und das wird sich auch nicht ändern. Wichtig sind nur die Punkte, die wir aber natürlich auch irgendwann brauchen“.

Großenlüder/Hainzell: Frodl, H. Möller, Sippel (1), Bickert (1/1), Jordan (1), Wiegand (1), Hartmann (2/1), L. Möller, Dietrich, Peppler (9/3), Kaub (2/2), Schwarz (2), Schmitt (2), Feldmann, Elsing (1), Otterbein.