Lokales FD 21.09.2026

Forschung zum Mitmachen: Vonderau-Museum sucht Zeitzeugen

Fulda (pm/sim) – Was bleibt von Unternehmen, wenn die Produktionshallen längst geschlossen sind? Im gemeinsamen Projekt „Vergessene Fertigungen – Fulda im Wandel der Industrie“ laden das Vonderau-Museum und die Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek (HLSB) Fulda Geschichtsinteressierte dazu ein, die regionale Industriegeschichte mit eigenen Erinnerungen und Forschung zu bereichern.

Foto: Stadt Fulda

Seit Jahren vollzieht sich in Fulda und der Region ein bedeutender regionalgeschichtlicher Wandel. Große Industriewerke wie die Fuldaer Gummiwerke oder die Textilfabrik Nicolaus Weber haben ihre Produktion eingestellt. Mit der Stilllegung von Betrieben und Fertigungshallen droht auch die Erinnerung an die Unternehmen und ihre Geschichte zu verblassen.

Um dies zu verhindern, werden Menschen gesucht, die das Projekt mit Zeitzeugenberichten, persönlichen Erinnerungen oder eigener historischer Forschung unterstützen möchten. Wer sich in Form eines digitalen Blogbeitrags an der Aufarbeitung der Geschichte beteiligen möchte, ist am Donnerstag, 8. Oktober, von 17 bis 18 Uhr in den Vortragssaal des Vonderau-Museums eingeladen.

Im Rahmen eines Workshops erklären die Projektbeteiligten, worum es bei dem Projekt genau geht, in welcher Form die Beiträge gesammelt werden und wie Interessierte sich einbringen können.

Um Anmeldung per E-Mail an museum@fulda.de oder telefonisch unter 0661/102-3210 wird bis zum 7. Oktober gebeten.

Die Ergebnisse werden auf der Plattform „Fulda Faces – Fulda Places“ veröffentlicht. Das kürzlich gestartete Projekt soll das historische Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger fördern. Durch den Citizen-Science-Ansatz entsteht unter Beteiligung von Interessierten ein gemeinsames Projekt von der Gesellschaft für die Gesellschaft.

Das Projekt schlägt dabei eine Brücke von der Vergangenheit mit ihren historischen Orten und Personen zur Gegenwart und den Alltagsorten der Menschen. Auf diese Weise wird die Geschichte der Region mit der aktuellen Lebenswelt verbunden.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Projektseite „Fulda Faces – Fulda Places“.