Lokales FD 23.09.2026

Feuerwehr und THW: Neue Perspektiven für gemeinsames Museum

Fuda (pm/pf) – Neue Perspektiven für das Areal Weimarer Straße 22/24 – und damit zugleich für das Projekt eines gemeinsamen Museums von Feuerwehr und THW in Fulda: Auf der jüngsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Kultur, Tourismus und Partnerschaften wurde das Konzept, das eine Neukonzeption des Museums in den Räumlichkeiten der ehemaligen Textilfabrik an der Weimarer Straße vorsieht, ebenso wohlwollend aufgenommen wie im Magistrat. Jetzt geht es an die Feinplanung, auch die Gremien von Deutschem Feuerwehrverband, Museumsverein und THW müssen noch darüber entscheiden.

Das Areal Weimarer Straße 22/24. Fotos: Stadt Fulda

Feuerwehrmuseum

Das Deutsche Feuerwehr-Museum hat seit 1988 seinen Sitz in der St. Laurentiusstraße in Fulda-Neuenberg. Schon seit mehreren Jahren gibt es konkrete Pläne, das Deutsche Feuerwehr-Museum gemeinsam mit der THW-historischen Sammlung zu einem Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Geschichte und Entwicklung des deutschen Bevölkerungsschutzes umfassend darzustellen und das Haus zugleich zu einem bundesweit ausgerichteten Museums-, Begegnungs- und Kongresszentrum weiterzuentwickeln. Bislang war dieser Schritt am bisherigen Standort in Neuenberg vorgesehen, jetzt ergibt sich die Möglichkeit einer Entwicklung am Standort Weimarer Straße. 

Die Gesamtmaßnahme ist in zwei Bauabschnitten vorgesehen. Neben der schrittweisen Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudebestandes eröffnet diese Aufteilung die Möglichkeit, für die unterschiedlichen Nutzungen jeweils geeignete Förderprogramme in Anspruch zu nehmen: Der Bauabschnitt 1 würde im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung Langebrücke/Hinterburg“ entwickelt. Hierbei sollen im südlichen Bereich des Gebäudekomplexes insbesondere Veranstaltungs- und Tagungsräume sowie ergänzende Seminar- und Projekträume entstehen. Die Räumlichkeiten sollen auch Vereinen, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürgern als niedrigschwelliger Ort für Veranstaltungen, Begegnung, Bildung und kulturelle Aktivitäten zur Verfügung stehen. 

Für den Bauabschnitt 2 und das „Museum der Deutschen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks“ sind unter anderem erhebliche Fördermittel des Bundes aus dem Programm „KulturInvest“ und eine Landesförderung (als Hessentagsprojekt) in Aussicht gestellt. Der zweite Bauabschnitt soll im Norden des Gebäudekomplexes verwirklicht werden. Die vorhandenen Gebäudeteile sollen hierfür entsprechend den Anforderungen eines modernen Museums saniert, umgebaut und technisch ertüchtigt werden. Insgesamt rechnet die Stadt inklusive einer Spende aus einem privaten Nachlass mit Fördermitteln für das Gesamtprojekt Kulturhof Weimarer Straße von insgesamt rund 18,5 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ist von dem neuen Museumskonzept überzeugt: „Der Standort in der Nähe der Innenstadt, die kombinierten Förderperspektiven, die geeignete Gebäudestruktur und die möglichen Synergien an diesem Ort sind eine einmalige Chance. Mit der Nutzung der Liegenschaft in die Weimarer Straße bestünde die Chance, das Museum langfristig als modernen Ausstellungs- und Veranstaltungsort zu entwickeln. Zugleich wäre es möglich, dass der jetzige Museumsstandort in der St. Laurentiusstraße nicht baustellenbedingt für mehrere Jahre geschlossen werden muss. Zudem könnten die vorgesehenen Seminar- und Veranstaltungsräume aus dem Bauabschnitt 1 künftig auch für Angebote des Museums, für Fachkongresse oder Fort- und Weiterbildung genutzt werden.“