Lokales FD 16.09.2026

Empörung an den Zapfsäulen: Spritpreise erreichen Rekordhöhe

Fulda – Von Marilena Alt – Kaum eine private Person tankt, nachdem die Preise wieder drastisch gestiegen sind – vor den Tankstellen in Fulda und Umgebung standen am Dienstagmittag nach 12 Uhr fast nur geschäftlich Tankende an den Zapfsäulen. Die Wut der Autofahrer über die rekordverdächtigen Preise ist deutlich vernehmbar. Viele fragen sich, wie das noch weiter gehen soll…

Preistafeln am Dienstagmittag in Fulda. Fotos: Marilena Alt.

Im Raum Hünfeld am Dienstagnachmittag. Fotos: Pascal Fischer.

„Es ist pervers teuer geworden“, sagte ein Fahrlehrer der Fahrschule Wallmann aus Fulda. Auch er habe täglich eine gewisse Strecke zu bewältigen, denke jedoch hauptsächlich an Rentner und Pendler, die jeden Tag einen weiteren Weg vor sich haben. „Wie sollen die Leute das noch stemmen?“, fragte er. Auch für die Fahrschule hätten die Spritpreise eine Kostenerhöhung von mehreren tausend Euro im Monat zur Folge. Der Fahrlehrer war sich deshalb sicher: „Es muss eine Lösung geben“.

Auch ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn nahm wahr: „Es ist extrem teuer und sehr belastend. Vorher tankte ich für 100 Euro, jetzt für 125“, sagte er und zeigte empört über die Zahl am Display der Zapfsäule: Die Preise variieren aktuell für den Liter Diesel zwischen 2,35 Euro bis hin zu 2,60 Euro.

„An was liegt es?“, fragte ein Taxifahrer rhetorisch. „Umso höher die Spritpreise, desto mehr verdienen die Politiker“, schob er hinterher. Ein anderer Tankender kam grade aus Italien, wo deutlich niedrigere Preise an den Tankstellen zu lesen sind, und stellte ähnliche politische Vermutungen auf: „Die Politiker haben genug Geld, die interessiert es ja nicht“, schimpfte er und fügte hinzu: „Es ist schrecklich, einfach katastrophal“.