Vom umgebauten Porsche 911 bis zum E-Lkw von Mercedes: Auf dem Messegelände soll sich nahezu alles finden, was die elektrische Mobilität derzeit zu bieten hat. Besucher können Fahrzeuge nicht nur anschauen, sondern teilweise auch selbst Probe fahren. Ein besonderes Highlight feiert dabei sogar seine Europa-Premiere: Ein privater Tesla Cybertruck aus Norwegen wird auf dem Offroad-Gelände Mitfahrgelegenheiten anbieten.
Tesla selbst will den Besuchern der E-Zukunftsmesse zudem erstmals in der Region die Möglichkeit geben, das sogenannte Full-Self-Driving zu erleben. Bei den begleiteten Fahrten sitzt zwar weiterhin ein Mitarbeiter hinter dem Steuer, der jedoch nur in absoluten Notfällen eingreifen soll. Der Tesla fährt das vom Fahrgast gewählte Ziel dabei vollautonom an. In einigen europäischen Ländern sind entsprechende Funktionen bereits für private Fahrten möglich. In Deutschland sollen sie in wenigen Monaten Realität werden – die Besucher der Messe können die Technologie jedoch bereits an diesem Wochenende erleben.
Auch der chinesische Autohersteller XPENG will in Fulda groß auffahren und gleich mehrere Seiten seiner technologischen Entwicklung präsentieren. Im Mittelpunkt steht unter anderem IRON, ein humanoider Roboter und Teil der Vision einer sogenannten „Physical AI“. Gleichzeitig sollen verschiedene Fahrzeugmodelle zeigen, wie diese technologische Entwicklung bereits heute und in unmittelbarer Zukunft in serienmäßige Elektroautos einfließt.
Dabei handelt es sich nicht nur um Prototypen: Real verfügbare Fahrzeuge, die ab Oktober in Deutschland und Europa auf die Straße kommen sollen, werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auch der Roboter IRON ist laut Veranstalter keine bloße Zukunftsmusik mehr. Der Elektroautobauer will bis zum Jahresende monatlich 1.000 dieser Maschinen produzieren können und hat seine Produktionslinie nach eigenen Angaben bereits eröffnet.
Während Hersteller wie Tesla und XPENG einen Blick in die nahe Zukunft ermöglichen wollen, ist mit der regionalen Firma Schade auch ein Anbieter mit aktuell verfügbaren E-Autos vertreten. Diese können ebenfalls Probe gefahren werden.
Doch die E-Zukunftsmesse lebt nicht nur von großen Herstellern und Händlern. Viele hundert E-Auto-Enthusiasten kommen mit ihren privaten Fahrzeugen nach Fulda, stellen diese aus und stehen anderen Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Informationen von Praktikern aus erster Hand sollen dabei eine Alternative zu Falschinformationen über angeblich ständig brennende E-Autos oder unbegründeten Reichweitenängsten bieten. Sowohl auf dem Messegelände als auch im Bühnenprogramm geht es deshalb nicht nur um Mobilität, sondern auch um Energieerzeugung und deren Nutzung.
Eröffnet wird die Messe am Freitagabend um 19 Uhr von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. An seiner Seite steht dabei der Zukunftsforscher Dr. Mario Herger aus dem Silicon Valley. Im Anschluss ist ein einstündiges Pre-Opening der Messe geplant.
Am Samstag öffnen sich ab 10 Uhr die Tore des Messegeländes. Um 11 Uhr hält Dr. Mario Herger seine Keynote zur „Zukunft von Mobilität, Energie und künstlicher Intelligenz“. Eine Stunde später stellt er sich gemeinsam mit dem Zukunftsforscher Christoph Gümbel vom Schweizer Think Tank Future-Matters der Frage: „Wie können wir die Zukunft gestalten?“
Neben Moderator Dr. Heiko Behrendt vom Veranstalter, dem T&Emagazin aus dem Haunetal, sitzen dabei auch zwei 18-Jährige auf der Bühne – schließlich sind sie von den Entwicklungen und Entscheidungen für die Zukunft in besonderem Maße betroffen.
Im weiteren Tagesverlauf diskutieren unter anderem Peter Wüstnienhaus, Leiter der E-Mobilität beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, Dr. Uwe Koenzen von Classic E-Cars, Jochen Rosenkranz, Director of Culture and Sports und zuständig für Medienproduktionen und Social-Media-Angebote der Deutschen Welle, Batterieexperte Prof. Dr. Salvatore Sternkopf von ioncentric sowie der ehemalige Porsche-Soundentwickler Prof. Alessandro Fortino vom Vehicle SoundLab.
Inhaltlich geht es unter anderem um den Umbau von Verbrennern zu Elektrofahrzeugen, autonomes Fahren, den Vergleich von öffentlich-rechtlichen Medien und Social Media, die Technik von E-Auto-Batterien, Elektromobilität in all ihren Bereichen sowie Tuning und Umbauten.
Bereichert wird das Event nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf dem gesamten Messegelände durch zahlreiche Content Creator, YouTuber und Streamer. Bei Meet & Greets können Besucher einige von ihnen persönlich treffen. Darunter ist auch der Pommes Män, der zugleich Teil des Catering-Teams ist. Ebenfalls vor Ort ist Alex Bangula, bekannt aus dem RTL2-Automagazin „Grip“ und von seinem YouTube-Kanal „Elektrisiert“. Er übernimmt unter anderem eine Moderation im Bühnenprogramm.
Ein weiteres Highlight wartet am Samstagabend: Ab 20 Uhr ist eine große Tesla Lightshow geplant. Hunderte Tesla-Fahrzeuge sollen dabei als synchronisierte Sound- und Lichtanlage dienen und unter dem Motto „Space X“ ein außergewöhnliches Spektakel auf dem Messegelände veranstalten.
Für Besucher, die mit ihrem Elektroauto anreisen und direkt vor Ort bleiben möchten, ist ein eigenes E-Auto-Camping-Areal vorgesehen. Bereits mehrere hundert E-Auto-Camper haben sich nach Angaben des Veranstalters angemeldet. Sie übernachten im, auf oder am Elektroauto und werden am Samstag und Sonntag mit Frühstück versorgt.
Auch am Sonntag geht das Bühnenprogramm weiter. Ab 10.30 Uhr stehen erneut verschiedene Themen rund um Mobilität und Energie auf dem Programm. Unter anderem dokumentiert ein Vortrag eine besondere Reise mit dem Elektroauto von Paris nach Dakar. Außerdem folgt eine Diskussion zur These „Die Energiewende ist machbar“. Genossenschaftliche Energieprojekte stehen ebenfalls auf der Tagesordnung.
Eintrittskarten für das gesamte Wochenende kosten zehn Euro, ermäßigt fünf Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Für sie gibt es unter anderem eine Hüpfburg, ein Bällebad und ferngesteuerte Elektroautos.
Auch Unternehmen können sich kurzfristig noch an der E-Zukunftsmesse beteiligen und Ausstellungsflächen auf dem Außengelände mieten. Kleinaussteller-Tickets sind ab 150 Euro erhältlich.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Internetseite der E-Zukunftsmesse.
