Im großen Festsaal des Seniorenzentrums Heilig Geist warteten mehrere Stationen auf die Teilnehmer. Bei Wurf- und Zielübungen sowie Motorik- und Gedächtnisaufgaben standen Bewegung und Aktivierung im Mittelpunkt. Dabei ging es nicht darum, möglichst schnell oder fehlerfrei ans Ziel zu kommen. Vielmehr sollte jeder Bewohner in seinem eigenen Tempo mitmachen und Freude an den Übungen haben.
Christine Stüß, Leiterin der Sozialen Betreuung, betonte, dass die Aufgaben bewusst verständlich gehalten und mit möglichst wenigen Hilfsmitteln gestaltet würden. Auch wenn eine Aktivität mehr Zeit in Anspruch nehme, stehe diese zur Verfügung. Wichtig sei, dass alle Bewohner mit einem guten Gefühl aus den Angeboten gingen.
Abwechslungsreich ging es auch in den anderen Einrichtungen zu: Im DRK-Seniorenzentrum Bruder Konrad in Weyhers wurde gemalt und gestaltet, im Seniorenzentrum Am Roten Rain in Petersberg sorgten die Rhön-Doodles für musikalische Unterhaltung. Im Seniorenzentrum St. Kilian konnten die Bewohner bei einem Rätseltag ihr Wissen unter Beweis stellen. Im Seniorenzentrum Am Schloss in Friedewald gab es Besuch von Roboter Pepper, der Ratespiele und Gedächtnisübungen mitbrachte. Mithilfe von VR-Brillen konnten die Bewohner zudem virtuell verschiedene Orte erkunden.
Mit weiteren Angeboten soll das Thema Alzheimer und Demenz auch über den Welt-Alzheimertag hinaus im Fokus bleiben. Einige Einrichtungen planen für die gesamte Woche Aktivitäten, Infostände und Buchausstellungen. Dazu gehören unter anderem das Ausprobieren von Musikinstrumenten, Entspannungstage mit Massagen und ein Demenz-Café, das Angehörigen Gelegenheit zum Austausch bieten soll. Bereits vor dem Aktionstag hatte das DRK-Seniorenzentrum St. Lioba eine Stadtrundfahrt mit einem barrierefreien Retro-Bus veranstaltet.
Weltweit wird seit 1994 am 21. September auf die Situation von Menschen mit Alzheimer und anderen demenziellen Erkrankungen sowie ihrer Angehörigen aufmerksam gemacht. In Deutschland sind laut DRK rund 1,8 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Der Kreisverband verweist darauf, dass seine Mitarbeitenden in den Seniorenzentren für einen sensiblen und achtsamen Umgang geschult sind – und dieser nicht nur am Aktionstag, sondern auch im Alltag eine wichtige Rolle spielt.
