Lokales FD 26.09.2026

Dem Mond gewidmet – Neue Ausstellung in der Villa Walther eröffnet

Fulda (gü) – In der Villa Walther in Fulda wurde am Samstag eine neue Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Dem Mond gewidmet“ steht das zeichnerische Werk Fanz Erhard Walthers, das den Ausgangspunkt vieler seiner Arbeiten bildet, im Mittelpunkt. Unter anderem werden noch nie präsentierte Werke aus dem Atelier gezeigt.

Von links: Jürgen Peter und Sophia Wurm vom Kulturamt der Stadt Fulda, Susanne und Franz Erhard Walther und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Foto: Jasha Günther.

„Ich darf mit ein bisschen Lokalpatriotismus sagen, dass seit 27 Jahren in ganz Europa keine Ausstellung stattgefunden hat, die das zeichnerische Werk von Franz Erhard Walther in den Blick genommen hat“, freute sich Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bei der Vernissage, dass dies nun in Fulda geschehe. Er blickte zudem darauf, dass es die „Villa“ nun schon seit fast auf den Tag genau vier Jahren in dieser Form gibt – sie war am 22. September 2022 eröffnet worden. „Ich finde es bemerkenswert, dass wir seit dieser Zeit eine Reihe von Ausstellungen hier erleben durften“, so Wingenfeld. Menschen aus der ganzen Welt kämen Fulda, um das Werk Franz Erhard Walthers zu betrachten. Zudem wies der Oberbürgermeister darauf hin, wie wichtig es gerade in der aktuellen Zeit sei, Kunst und Kultur zu fördern.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Susanne Walther. „Der Titel bezieht sich auf eine Werkzeichnung“, sagte Susanne Walther. Sie berichtete von ihrem ersten Aufeinandertreffen mit dem Werk von Franz Erhard Walther als Studentin im Jahr 1992 und einer folgenden Mappenbesprechung, bei der es um den Unterschied zwischen Zeichnen können und Kunst schaffen ging. „Ich habe mir erlaubt, in der Ausstellung deutlich zu machen, dass Franz Erhard Walther beeindruckend zeichnen kann“, sagte sie, doch darum gehe es nicht. Sie erklärte weiter: „Es geht darum, dass bei ihm die Zeichnung nicht werkbegleitend ist, sondern im Zentrum des Werks steht.“ Nicht ohne Grund stehe auch in der Ausstellung ein Element im Mittelpunkt, in dem die Werke von beiden Seiten betrachtet werden können. Als Besonderheit hob sie noch hervor, dass die Ausstellung fast ohne Leihgaben auskomme. Einzig die Sparkasse Fulda habe einige Zeichnungen aus ihrer Sammlung zur Verfügung gestellt.

Bei Sonnenschein und nochmal sommerlichen Temperaturen waren Tische und Bänke für die Vernissage im Garten aufgebaut worden. Vor und nach den Grußworten konnten die Besucher sich drinnen die Ausstellung anschauen. In acht Räumen auf zwei Ebenen werden im Rahmen von „Dem Mond gewidmet“ die verschiedenen zeichnerischen Ansätze in einer aufwendigen Präsentation bewusst nicht chronologisch, sondern Fragestellungen und Themen folgend vorgestellt. Die Ausstellung ist bis zum läuft bis zum 9. Mai 2027 und kann zu den Öffnungszeiten der „Villa“ – freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr – besucht werden.