Tennis 02.09.2026

Damen – Freude pur: RW macht den Titel perfekt – Gersfeld KOL-Meister

Osthessen (pf) – Was für ein Saisonfinish: Die Tennis-Damen von Rot-Weiß Fulda haben es geschafft und sind nach einem 6:0 am letzten Spieltag in Baunatal erstmals Meister der Vierer-Verbandsliga. Für Betreuer Hubertus Reith und das junge, aber eingespielte Team war es der Lohn von harter Arbeit über mehrere Jahre, umso größer war die Freude, als die „Hühner endlich im Stall“ waren, schmunzelte Reith.

Die Damen von RW Fulda sind sensationell Meister der Vierer-Verbandsliga (von links: Melanie Müller, Sarah Popovici, Syona Mircheva, Sophia Reith, im Vordergrund: Leonie Müller. Es fehlt: Elisabeth Wald). Foto: Verein

Die U18-Juniorinen von Grün-Weiß Fulda schlossen die Runde mit dem Klassenerhalt ab (von links: Julia Kimmel, Amalia Grösch, Mannschaftsführerin Clara Schilde, Cosima Nemeth - es fehlt: Lilia Aschdjai-Benissi). Foto: privat

Verbandsliga

Nach mehreren 0:9- und 1:8-Niederlagen konnte der TC Bad Soden-Salmünster als Schlusslicht und Absteiger der Sechser-Verbandsliga zum Abschluss immerhin sein „bestes“ Ergebins des Jahres holen: Im Heimspiel gegen RW Neu-Isenburg verabschiedete sich das Team mit einem 2:7 aus der Liga. Chiara Crisopulli an Position zwei gewann klar mit 6:0, 6:0, und das Doppel aus Crisopulli und Louisa Amberg heimste hintenraus den zweiten Punkt ein. Es war auch mehr drin: Amberg verlor ihr Einzel im Champions Tiebreak, und auch das Doppel Kohlstruck/Kistner unterlag nach einem irren Marathon-Match 7:5, 6:7, 8:10.

Punkte für TC Bad Soden-Salmünster: Chiara Crisopulli, Crisopulli/Amberg.

Famos, sensationell, bärenstark: Rot-Weiß Fuldas Damen spielten in der Vierer-Verbandsliga eine Saison, auf die alle Attribute passen. Mit dem 6:0-Erfolg bei der SGT Baunatal am Sonntag ließen die Rot-Weißen überhaupt keine Zweifel auskommen und sind verdienter – und ungeschlagener – Meister. Betreuer Hubertus Reith strahlte: „Wir hatten gesagt – wenn sich diese Chance bietet, wollen wir sie auch nutzen. Aber mit dem klaren Ergebnis hatte ich nicht gerechnet“. Die Mädels seien jedoch „alle sehr gut drauf“ gewesen: „Sie haben befreit aufgespielt und so kam das Ergebnis zustande“. Syona Mircheva und Sarah Popovici ließen ihren Gegnerinnen keine Chance, Sophia Reith setzte sich gegen eine starke Michelle Rachow in zwei engen Sätzen durch und Melanie Müller, die für ihre angeschlagene Tochter Leonie einsprang, gewann ihr Einzel im Champions Tiebreak. „Es war immer eine ausgeglichene, gute und homogene Mannschaft, die ihre Leistung gebracht hat“, zollte Reith dem ganzen Team Respekt: „Wir sind natürlich sehr froh und freuen uns, dass wir zum ersten Mal Meister geworden sind“.

Abends kehrten die Damen dann an den Frauenberg zurück und schlossen sich den Herren an, die ihre starken Runden feierten. „Das ist natürlich eine schöne Geschichte für den Verein, dass die Mannschaften so erfolgreich waren – auch wenn das nicht jedes Jahr vorkommen wird. Es waren bestimmt 50 Leute abends noch zusammengekommen. Aber wir werden mit Sicherheit auch nochmal eine offizielle Meisterfeier machen“, meinte Reith.

Punkte für RW Fulda: Syona Mircheva, Sophia Reith, Melanie Müller, Sarah Popovici, Mircheva/Müller, Reith/Popovici.

Für Grün-Weiß Fuldas Damen endete die Runde 2026 mit einem 4:2-Heimsieg am Sonntag gegen die TGS Bieber Offenbach. „Es war nochmal richtig schön – wir haben uns sehr über den Sieg gefreut und sind mit dem vierten Platz am Ende sehr zufrieden“, bilanzierte Mannschaftsführerin Laetitia Rockel: „Insgesamt war es eine gute Saison von uns, in der wir gemerkt haben, dass wir auch mit den besten Mannschaften mithalten können“. Cosima Nemeth hatte ihr letztes Einzel zwar mit 11:13 im Champions Tiebreak verloren, dafür punkteten aber Rockel und Natalie Notzon in den Einzeln. Die Doppel stellten die Grün-Weißen dann richtig auf – Nemeth und Rockel kämpften sich zum Sieg, Anna Bösch und Natalie Notzon profitierten von einer frühen Aufgabe einer Gegnerin. Wie Rockel weiterhin ergänzt, werde die Mannschaft für die kommende Saison wohl genauso zusammenbleiben – erstmal freuen sich alle aber auch auf die Pause.

Punkte für GW Fulda: Laetitia Rockel, Natalie Notzon, Nemeth/Rockel, Bösch/Notzon (w.o.).

 

Gruppenliga

Die restlichen Chancen auf den Titel waren am Sonntag dahin für die MSG Eiterfeld/Rasdorf/Hünfeld: Im letzten Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten KTC Bad Wilhelmshöhe verpassten Larissa Wiegand und ihre Mädels den Coup und mussten sich knapp mit 4:5 geschlagen geben. Es war sehr ärgerlich, besonders, weil die MSG 84:73 Spiele für sich verbuchte. Bei den Sätzen stand es mit 11:11 ausgeglichen. Gleich drei Einzel gingen in den Champions Tiebreak – nur Sina Mihm gewann für die Gastgeberinnen, Wiegand und Amalia Quanz zogen jeweils den Kürzeren, während Madeleine Reitz und Emma Zahn ihre Duelle gewannen und Anna-Lena Grösch deutlich unterlegen war. Es kam also auf die Doppel an: Reitz/Quanz verloren 3:6, 3:6, Wiegand/Link gewannen klar. Somit schauten alle auf Emma Zahn und Sina Mihm, die den ersten Satz 4:6 verloren, den zweiten mit 6:4 gewannen und schließlich im Champions Tiebreak dem – jetzt feststehenden – Meister mit 7:10 den Vortritt lassen mussten. Der TV Marburg gewann allerdings auch parallel 9:0 in Gießen und schob sich sogar noch an der MSG vorbei, die die Runde als Dritter beendet.

Für GW Fulda II steht in der Vierer-Gruppenliga am Saisonende ein starker zweiter Platz zu Buche: Dank des 4:2-Heimsiegs gegen Westerbach Eschborn am Sonntag behauptete sich die Mannschaft vor Brauerschwend zog selbst an Eschborn vorbei. Mit der Vizemeisterschaft hatten Paula Beres und Co. die Runde positiv abgeschlossen. An Meister Idstein war (trotz des 3:3 im direkten Duell im Mai) kein Vorbeikommen.

 

Kreisoberliga

Ebenfalls beendet ist die Medenrunde in der Kreisoberliga – und in der Vierer-Staffel mit osthessischer Beteiligung gab es auch einen Meister aus der Region: Die Damen des TC Gersfeld holten sich den Titel mit fünf Siegen aus sechs Spielen und kamen ungeschlagen durch das Jahr. Die Mannschaft um Valentina Trani hatte am Sonntag spielfrei und war schon vorher durch mit der Medenrunde. Dahinter sicherten sich die Damen des TC Eichenzell Platz zwei in der Liga. Das direkte Duell endete 3:3 in Gersfeld.

 

Juniorinnen

In der Vierer-Gruppenliga der U18-Juniorinnen hatte Grün-Weiß Fuldas Mannschaft das Saisonziel Klassenerhalt bereits erreicht – trotz der 2:4-Heimniederlage gegen SW Frankfurt am Samstag ist die Stimmung zum Jahresende gut. Lediglich Cosima Nemeth hatte ihr Einzel und ein Doppel gemeinsam mit Amalina Grösch gewonnen. Bis auf Nemeth war es für alle Spielerinnen das erste Gruppenliga-Jahr – das neu zusammengewachsene Team konnte sich mit einem ausgeglichenen Punktestand einen soliden vierten Platz sichern und ist zufrieden.

In der Vierer-Kreisoberliga stieg am letzten Spieltag noch ein Stadtderby – hier gewann RW Fulda bei Grün-Weiß Fulda II mit 5:1. Nur aufgrund der Aufgabe von Leonie Müller hatte GW II überhaupt einen Punkt geholt, alle anderen Duelle waren mehr oder weniger deutlich an die Gäste gegangen. Rot-Weiß beendete die Runde als Fünfter, GW Fulda II auf einem Abstiegsplatz. Der TCB Johannisau hatte spielfrei und ist Tabellendritter – ein beachtliches Ergebnis für die Mädels aus der Johannisau um Amelie Schebesta.