Für Trainer Dominik Rummel und seine Mannschaft geht damit eine lange und intensive Vorbereitung zu Ende. Fünf bis sechs Einheiten standen teilweise pro Woche auf dem Programm. „Wir hatten echt Glück, dass wir an verschiedenen Sachen arbeiten konnten. Wir wollten die Jungs vorbereiten und haben am Körperlichen, an der Intensität und am Taktischen gearbeitet“, erklärt Rummel.
Mehr als 60 Einheiten absolvierte die Mannschaft in den vergangenen zehn Wochen. Für Rummel steht dabei aber nicht nur der kurzfristige Erfolg im Vordergrund. „Die Jungs sind in einem sehr entwicklungsfähigen Alter, das ist ein fortlaufender Prozess. Mir ist wichtig, dass die Jungs das aufnehmen wollen und sich weiterentwickeln wollen.“ Die Entwicklung stehe im Nachwuchsbereich an erster Stelle, dennoch wolle die Barockstadt auch in der Regionalliga guten Fußball spielen und möglichst gute Ergebnisse erzielen.
Dass die U15 nun überhaupt in der höchsten Spielklasse antreten darf, sei vor allem dem vergangenen Jahrgang zu verdanken. „Zuallererst muss man hervorheben, dass das, was die Jungs letztes Jahr geschaffen haben, außergewöhnlich ist“, betont Rummel. Der vorherige Jahrgang sicherte der SG Barockstadt den Aufstieg und damit den Platz in der Regionalliga. „Wir sind jetzt die, die in den Genuss kommen dürfen. Das kann man den Jungs gar nicht hoch genug anrechnen.“
Die Aufgabe in der neuen Liga schätzt der Trainer realistisch ein. Neben Eintracht Frankfurt warten unter anderem die TSG Hoffenheim, der SC Freiburg und der VfB Stuttgart auf die Barockstadt. Dazu kommen Kickers Offenbach, SV Darmstadt 98, SSV Ulm, die Stuttgarter Kickers und der 1. FC-TSG Königstein. Trotzdem will sich Rummel mit seiner Mannschaft nicht verstecken.
„Wir wollen es genießen und überraschen, wissen es aber auch realistisch einzuschätzen“, sagt der 33-Jährige. Sein eigener Ehrgeiz werde dabei allerdings nicht plötzlich verschwinden. „Ich bin schon ein ehrgeiziger Typ, Fußballer aus Leidenschaft, und ich will jedes Spiel gewinnen. Das wird sich nicht ändern.“ Der Trainer wolle deshalb die Entwicklung und den Ergebnisgedanken miteinander verbinden: „Wir wollen guten Fußball spielen, aber die Entwicklung steht vorrangig im Vordergrund. Dennoch wollen wir gute Ergebnisse erzielen.“
Mit der bisherigen Arbeit seiner Mannschaft ist Rummel mehr als zufrieden. „Da gibt es gar nichts zu meckern. Da gibt es nichts Negatives“, lobt der Trainer seine Spieler. Die Mannschaft sei wissbegierig und wolle sich weiterentwickeln. Für Rummel ist es zudem die erste Station als Trainer. „Das macht super viel Spaß, auch mit Enis Adrovic.“
Der Saisonstart könnte derweil kaum attraktiver sein. Mit Eintracht Frankfurt wartet direkt ein Hessenderby. Auch für Rummel persönlich ist es ein besonderes Spiel, schließlich hat er selbst eine Vergangenheit bei der Eintracht. Dennoch kennt der Trainer die Kräfteverhältnisse in der Regionalliga genau. „Wir wissen um die Unterschiede, die lassen sich auch nicht weg Diskutieren“, sagt Rummel.
Trotzdem geht die Barockstadt mit Vorfreude und Selbstvertrauen in die Partie. „Wir hoffen auf eine schöne Kulisse. Wir sind gewappnet und wollen überraschen.“ Nach der intensiven Vorbereitung ist die lange Wartezeit nun vorbei – für die U15 der SG Barockstadt beginnt am Sonntag das Abenteuer Regionalliga.
