Lokales 25.09.2026

Bundestag beschließt Tankrabatt ab Oktober – 16,7 Cent pro Liter

Berlin (jah) – Für Autofahrer soll das Tanken ab Oktober wieder spürbar günstiger werden. Der Bundestag hat am Freitag eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel beschlossen, wie verschiedene Medien berichten. Der Steuersatz soll vom 1. Oktober bis zum Jahresende um 14,04 Cent je Liter sinken. Weil dadurch auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich rechnerisch eine Entlastung von rund 16,7 Cent je Liter. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Symbolfoto: Pascal Fischer

Bei einer Tankfüllung von 50 Litern entspricht das einer rechnerischen Ersparnis von rund 8,35 Euro. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Steuerentlastung vollständig an den Zapfsäulen ankommt. Einen Anspruch auf einen entsprechend niedrigeren Verkaufspreis gibt es für Autofahrer nicht.

Steuersenkung soll drei Monate gelten

Die Bundesregierung reagiert mit dem Schritt auf die zuletzt stark gestiegenen Kraftstoffpreise. Die geplante Entlastung ist Teil eines insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro schweren Pakets für Verbraucher und Wirtschaft. Die Länder sollen sich daran mit 1,25 Milliarden Euro beteiligen. Der jetzt beschlossene Rabatt ist nicht die erste befristete Steuersenkung in diesem Jahr. Bereits von Mai bis Ende Juni war die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend reduziert worden. Damals zeigte sich allerdings, dass die Entlastung je nach Kraftstoffart nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Nach einer Auswertung des ifo Instituts kam die Senkung bei Benzin weitgehend an, während beim Diesel durchschnittlich nur etwa zwölf Cent je Liter weitergegeben wurden.

Nicht jeder Cent muss an der Zapfsäule ankommen

Für die tatsächliche Entwicklung der Spritpreise spielen neben der Steuer zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle. Dazu zählen insbesondere die Preise für Rohöl und Kraftstoffe auf den internationalen Märkten, Wechselkurse sowie Kosten für Transport und Lagerung. Entsprechend kann der Preis an der Tankstelle trotz der Steuersenkung stärker oder schwächer fallen als der rechnerische Rabatt. Die Bundesregierung plant deshalb weitere Maßnahmen. Ab Anfang 2027 soll zusätzlich ein zeitlich begrenzter Spritpreisdeckel nach dem Vorbild anderer europäischer Länder geprüft beziehungsweise vorbereitet werden. Dabei sollen maximal zulässige Preise festgelegt werden, die sich unter anderem an den Beschaffungs- und Betriebskosten der Mineralölunternehmen orientieren. Für Autofahrer bedeutet der Beschluss zunächst: Ab dem 1. Oktober kann der Liter Benzin und Diesel rechnerisch um knapp 17 Cent günstiger werden. Wie viel davon tatsächlich auf der Anzeigetafel der Tankstelle zu sehen sein wird, hängt von der weiteren Preisentwicklung und der Weitergabe der Steuersenkung ab.