Neuzugang Luca Sigrist kann den ersten Auftritt vor heimischem Publikum kaum erwarten: „Ich freue mich extrem. Vor allem auf die Fans und die Stimmung in der Halle“, sagt der 20-Jährige. In Nordhessen habe er sich bereits gut eingelebt, auch wenn ihm bislang wenig Zeit geblieben sei, die Region kennenzulernen. Den Bergpark und die Karlsaue habe er bereits besucht. Mit einem Kumpel aus seiner Schweizer Heimat war Sigrist zudem in Kassel unterwegs. Sein Fazit: „In Bezug auf Größe und Angebot an Lokalen und Bars ist es ähnlich wie in Luzern.“
Auch bei der MT sei er schnell angekommen. Seine Teamkollegen hätten ihn gut aufgenommen. Gemeinsam mit Johannes Golla, Dimitri Ignatow und Florian Drosten bildet Sigrist eine Fahrgemeinschaft zum Training nach Melsungen. Eine Sache sorgt beim Schweizer allerdings für Verwunderung: die Bezeichnung „Kasseler Berge“ für den A7-Abschnitt rund um Kassel. „Für mich sind das eher Hügel“, sagt er augenzwinkernd.
Auf dem Spielfeld musste sich der Spielmacher dagegen zunächst an einiges gewöhnen. Vor allem das System von Trainer Roberto Garcia Parrondo sei anspruchsvoll: „Roberto hat ein ganzes Arsenal an Spielzügen. Da musste ich mich erst einmal reinfuchsen.“ Gerade auf seiner Position müssten die Vorgaben und Zeichen sitzen.
Einen weiteren Unterschied zu seiner Zeit beim Schweizer Meister HC Kriens-Luzern hat Sigrist ebenfalls schnell festgestellt: die Kaderbreite. „Wir haben hier bei der MT 16 Top-Spieler. Das kannte ich so nicht“, sagt er. Auch die Entfernungen zu den Auswärtsspielen seien deutlich größer. „In der Schweiz dauert die längste Fahrt zu einem Auswärtsspiel vielleicht drei Stunden.“
Für das erste Heimspiel muss Sigrist dagegen nicht lange unterwegs sein. Von seiner Wohnung im Kasseler Stadtteil Brasselsberg sind es knapp 15 Minuten bis zur Halle. Dort wird er am Mittwoch zudem von seiner Familie unterstützt: Mama, Papa, der ältere Bruder, die jüngere Schwester und sein jüngster Bruder werden auf der Tribüne sitzen.
Bilanz MT Melsungen – Frisch Auf! Göppingen: 41 HBL-Spiele, davon 24 Siege für die MT, 15 für Göppingen und zwei Remis. Im DHB-Pokal gab es einen Vergleich, den die MT gewann. Das bislang letzte Duell am 14. Februar endete 31:23 für Melsungen.
Die Rothenbach-Halle öffnet um 17.30 Uhr. Tickets sind noch über den MT-Ticketshop sowie die bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Schiedsrichter sind Ramesh und Suresh Thiyagarajah.
