Tischtennis 04.09.2026

Bundesliga – Mit Rückenwind aus dem Pokal: TTC will ersten Sieg

Fulda (jah) – Im vierten Anlauf soll endlich der erste Sieg gelingen: Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell trifft in der Tischtennis-Bundesliga am Sonntag (15.30 Uhr) auf den TTC Zugbrücke Grenzau. Das Team um Präsident Stefan Frauenholz will, beflügelt vom Einzug ins Final Four des TTBL-Pokals, auch in der Liga das erste Erfolgserlebnis feiern. Die Osthessen sind mit drei Niederlagen in die Saison gestartet und müssen punkten, um den Anschluss nicht komplett zu verlieren.

Dimitrij Ovtcharov und der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell peilen den ersten Saisonsieg an. Foto: Noah Schuster

Wie es gehen kann, stellten die Maberzeller am vergangenen Wochenende beim Pokal Grand Opening in Nürnberg unter Beweis: Nach dem Pflichtsieg im Achtelfinale gegen Zweitligist Velbert schaltete der TTC im Viertelfinale sensationell die TFF Liebherr Ochsenhausen um den formstarken Japaner Shunsuke Togami aus – auch dank einer taktischen Meisterleistung durch den Einsatz von Abwehrspezialist Ruwen Filus, den die Maberzeller extra für das Viertelfinalduell anreißen ließen. 

Ähnliches soll nun am Sonntag wieder gelingen, wenn das zweite Heimspiel der noch jungen Saison ansteht – in der der TTC allerdings bereits gehörig unter Druck steht: Nach drei Niederlagen zum Start stehen Cheftrainer Qing Yu Meng und Co. bereits gehörig unter Druck, um den Anschluss nach oben nicht vollkommen abreißen zu lassen – immerhin war die Playoff-Teilnahme vor der Saison das erklärte Ziel, was durch die Verpflichtung des talentierten Rumänen Andrej Istrate nochmal unterstrichen wurde.

„Wir müssen auf jeden Fall gewinnen, um nicht noch weiter abzurutschen“, betont Präsident Stefan Frauenholz vor dem Duell mit Grenzau: „Der Riesenerfolg am Sonntag hat uns auf jeden Fall nochmal Auftrieb gegeben. Daran wollen wir jetzt auch in der Liga anknüpfen.“ Mit Blick auf die Tabelle sind zwei Punkte gegen die Gäste aus dem Westerwald fast schon Pflicht: Düsseldorf und Ochsenhausen führen das Ranking verlustpunktfrei souverän an, dahinter folgen Saarbrücken, Dortmund und Werder Bremen mit je drei Siegen aus vier Spielen – der Abstand darf also nicht noch größer werden.

„Eigentlich müssen wir das Spiel gewinnen“, weiß Frauenholz daher, was die Stunde geschlagen hat, betont aber gleichzeitig, dass die Aufgabe kein Selbstläufer wird. „Sie sind schwierig einzuschätzen. Aber Feng ist natürlich schon eine Hausnummer“, warnt der TTC-Präsident vor dem Grenzauer Spitzenspieler Yi-Hsin Feng. Der Chinese steht mit drei Siegen und einer Niederlage aktuell auf Rang sieben der TTBL-Spielerrangliste und führte Grenzau mit zwei Einzel-Erfolgen gegen Mühlhausen zum bislang einzigen Saisonsieg.

Verstecken müssen sich die Fuldaer jedoch keineswegs: Wie schon im Pokal tritt der TTC am Sonntag in der Hubtex-Arena wieder in Bestbesetzung an, neben Filus, Neuzugang Istrate und Fanbo Meng sind also auch Jonathan Groth und Punktegarant Dimitrij Ovtcharov mit von der Partie. „Wir sind komplett und wollen jetzt endlich die ersten Zähler einfahren“, so Frauenholz abschließend.