Der TTC Maberzell hatte zum Saisonstart drei 2:3-Pleiten in Folge gegen Bremen, Bad Homburg und Bergneustadt kassiert. Doch mit dem Einzug ins Pokal-Final Four und dem Bundesliga-Sieg gegen Grenzau (3:0) kam die Wende – und dieses Selbstvertrauen nahmen die Osthessen mit zum BVB. „Es war wieder eine taktische Meisterleistung“, frohlockte Club-Präsident Stefan Frauenholz am späten Abend in Dortmund: „Es war der Plan, dass Fanbo und Dima das Doppel spielen. Das machen sie wirklich gut und haben entsprechend auch gewonnen“.
Dass Meng und Ovtcharov es hintenraus klarmachen, war fast nur Formsache. Doch Voraussetzung war, dass entweder Ruwen Filus, den Cheftrainer Qing Yu Meng an Position eins stellte, oder Fanbo Meng ein Doppel gewinnen. Meng hatte sogar Chancen gegen Wim Verdonschot, zwischenzeitlich stand es 1:1, dann folgte ein ganz enger dritter Satz, den der Fuldaer abgeben musste. Den nötigen Punkt holte stattdessen Ruwen Filus in seinem zweiten Einzel gegen Joao Geraldo – und das klar mit 3:0. Der Portugiese in den Reihen des BVB hatte es anfangs Dimitrij Ovtcharov nicht leicht gemacht, doch Ovtcharov setzte sich mit einer konzentrierten Leistung durch. Filus – Frauenholz nannte ihn den Edeljoker des Teams – verlor dann gegen den Ex-Düsseldorfer Karlsson ärgerlich und knapp, hatte dann aber gegen Geraldo alle Trümpfe in der Hand und brachte die Maberzeller ins Doppel.
„Das war ein ganz wichtiger Sieg“, wusste Frauenholz – denn nun sind die Osthessen voll im Geschäft und mischen in der Bundesliga mit. Mit 4:6 Punkten und einem positiven Spieleverhältnis ist es nicht mehr weit zu den Top Vier, die am Saisonende angepeilt sind. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, doch der TTC hat gezeigt, dass mit ihm fortan zu rechnen ist. Sogar ohne Jonathan Groth, der etwas angeschlagen an der Hand ist. „Wir hoffen, dass es nicht so lange dauert, wie beim letzten Mal“, sagte Frauenholz. Das Gute: Die Maberzeller pausieren nun ohnehin vier Wochen in der Bundesliga, am 24. Oktober geht es dann mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann zu Gast in der Hubtex-Arena. Der ungeschlagene Tabellenführer aus Ochsenhausen. Genau diesen Gegner konnten die Fuldaer aber auch schon aus dem Pokal werfen…
Borussia Dortmund – TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell 2:3
Joao Geraldo – Dimitrij Ovtcharov 2:3 (11:8, 5:11, 13:11, 7:11, 7:11)
Kristian Karlsson – Ruwen Filus 3:2 (6:11, 11:6, 8:11, 11:5, 11:5)
Wim Verdonschot – Fanbo Meng 3:1 (11:9, 9:11, 12:10, 11:6)
Joao Geraldo – Ruwen Filus 0:3 (7:11, 4:11, 10:12)
Szudi/Karlsson – Ovtcharov/Meng 0:3 (6:11, 8:11, 8:11)
