Generalvikar Dr. Martin Stanke würdigte in seiner Morgenandacht die Bedeutung der Büchereien für das kirchliche Leben vor Ort. Gemeinsam mit der Fachstelle Büchereiarbeit ehrte er anschließend die ehrenamtlich Tätigen. Auszeichnungen erhielten sowohl Absolventinnen und Absolventen des Grundlehrgangs BASIS 12 als auch zahlreiche langjährig Engagierte. Die Ehrenurkunden des Bischofs würdigten Büchereiarbeit über zehn, 20, 30 und sogar 40 Jahre.
„Diese Ehrungen zeigen eindrucksvoll, wie viel Zeit, Wissen und Herzblut Menschen über viele Jahre in ihre Büchereien einbringen“, sagte Dr. Alessandra Sorbello Staub, Leiterin der Bibliothek am Dom und der Fachstelle Büchereiarbeit im Bistum Fulda. Dafür wolle man vor allem Danke sagen.
Zugleich stehen die kirchlichen Büchereien vor Veränderungen: Der geplante Wechsel von BVS zu Minerva bringt neue Arbeitsinstrumente mit sich. Auch die Zusammenlegung von Pfarreien und die neue Immobilienstrategie des Bistums wirken sich auf die Strukturen vor Ort aus. Gerade in dieser Situation sei es wichtig, den Wert der Büchereien im Blick zu behalten, betonte Sorbello Staub.
Büchereien seien längst mehr als Orte der Buchausleihe. Sie ermöglichten Begegnung und Teilhabe sowie einen niedrigschwelligen Zugang zu Bildung, Kultur und Gemeinschaft. Deshalb gelte es, ihre Arbeit sichtbar zu machen und gegenüber den Trägern für ihren Erhalt zu werben. Es müsse deutlich werden, wie viele Menschen die Angebote nutzten und welche Begegnungen dort entstünden.
Neben Anerkennung und Austausch bot der Diözesantag auch Gelegenheit zur fachlichen Weiterentwicklung. Dr. Beatrice van Saan-Klein, Nachhaltigkeitsbeauftragte des Bistums, gab praktische Anregungen zur Nachhaltigkeit in der Büchereiarbeit. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden in Workshops neue Möglichkeiten rund um Canva, die EKZ-Bücherwelt und die neue Büchereisoftware Minerva kennenlernen.
Bei Kaffee und Kuchen klang der Tag in geselliger Runde aus. Der persönliche Austausch stand dabei ebenso im Mittelpunkt wie die fachlichen Impulse. Sorbello Staub ermutigte die Ehrenamtlichen, selbstbewusst für ihre Büchereien einzutreten: „Denn wer für eine Bücherei wirbt, wirbt nicht nur für Bücher. Er wirbt für einen Ort, an dem Kirche bei den Menschen präsent ist.“
