Eigentlich hatte der 37-Jährige nach Battle of Barock fünf mit seinen Kämpfen in Fulda abgeschlossen. Die vergangene Veranstaltung war für ihn besonders emotional. Nach seinem Kampf hatte Braun Tränen in den Augen – für ihn sollte es eigentlich der letzte Auftritt vor heimischem Publikum gewesen sein.
„Für mich hatte ich eigentlich damit komplett abgeschlossen, zu Hause noch einmal zu kämpfen“, erzählt Braun. Doch inzwischen hat sich seine Entscheidung geändert. Das Braun Gym ist im neuen Zuhause angekommen, der stressige Umzug liegt hinter dem Team und auch die Energie für eine weitere Veranstaltung ist zurück. „Jetzt kamen wir ein bisschen runter und haben gesagt: Los geht es, machen wir noch einmal.“
„Ich kämpfe noch einmal zu Hause“, stellt Braun klar. Gemeinsam mit Patrick Franz organisiert er bereits die sechste Auflage. Battle of Barock hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt entwickelt. Die ersten Veranstaltungen fanden noch in der Wilmingtonhalle statt, ehe der Umzug in die deutlich größere Esperantohalle folgte.
„Wir haben gesagt, wir wollen lernen und uns Schritt für Schritt entwickeln“, sagt Franz. Von Beginn an sei es das Ziel gewesen, den Kampfsport in der Region bekannter zu machen und vor allem jungen Sportlern eine Bühne zu bieten.
Genau das soll auch bei Battle of Barock sechs wieder eine wichtige Rolle spielen. Neben den Profikämpfen sind erneut Amateurkämpfe geplant. Auch das Promiboxen kehrt zurück – und die Osthessen-Zeitung wird wieder eine wichtige Rolle spielen. Wie bereits bei den vergangenen Auflagen sollen Menschen aus der Region über ein gemeinsames Casting die Chance bekommen, sich für einen Kampf bei Battle of Barock zu qualifizieren.
Die Teilnehmer erhalten dabei die Möglichkeit, sich auf ihren großen Auftritt vorzubereiten und unter professioneller Anleitung in den Kampfsport einzutauchen. Am Ende wartet die besondere Chance, vor großem Publikum in der Esperanto-Halle selbst in den Ring zu steigen. Die Osthessen-Zeitung begleitet das Casting und die Teilnehmer auf ihrem Weg bis zum Kampfabend.
„Da kommen Leute mit dem Kampfsport in Kontakt, die vorher noch nie gekämpft haben“, sagt Franz. Das sei auch eine Möglichkeit, Vorurteile gegenüber dem Sport abzubauen und zu zeigen, wie viel Training, Disziplin und Respekt dahintersteckten.
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt der Nachwuchs. „Wir haben hier sehr viele Kinder und Jugendliche, die kämpfen wollen“, sagt Braun. Battle of Barock solle ihnen die Möglichkeit geben, vor heimischem Publikum Erfahrungen zu sammeln. Braun selbst habe viele Jahre an verschiedenen Orten gekämpft, ehe er überhaupt einmal in seiner Heimat in den Ring steigen konnte.
Auch Karate soll bei der sechsten Auflage wieder Teil des Programms werden. Das Format war bei Battle of Barock fünf erstmals dabei und kam bei den Zuschauern gut an. Wie die endgültige Fightcard aussieht und welche weiteren Überraschungen geplant sind, wollen die Organisatoren in den kommenden Monaten bekannt geben.
Fest steht dagegen schon jetzt: Battle of Barock kehrt am 24. April 2027 in die Esperanto-Halle zurück. Und Sergej Braun wird noch einmal mittendrin sein – obwohl er eigentlich bereits Abschied genommen hatte.
