Lokales VB 24.09.2026

Ausstellung in Alsfeld beleuchtet die Geschichte rechten Terrors in Hessen

Alsfeld (pm/sim) – Rechter Terror in Hessen hat eine lange Geschichte. Seit Gründung des Bundeslandes haben mindestens 21 Menschen durch rechte Gewalt ihr Leben verloren. Eine Ausstellung auf Grundlage des Buches „Rechter Terror in Hessen“ von Sascha Schmidt und Yvonne Weyrauch beleuchtet ausgewählte Fälle aus allen hessischen Regionen. Eröffnet wird sie am Montag, 28. September, in den Räumen der Volkshochschule (vhs) in Alsfeld.

Die Jahre 2019 und 2020 mit dem Mord an Dr. Walter Lübcke und dem Attentat von Hanau markieren einen traurigen Höhepunkt rechter Gewalt in Hessen. Doch rechter Terror ist kein neues Phänomen, sondern zieht sich durch die Geschichte des Bundeslandes. Die Politikwissenschaftler Schmidt und Weyrauch haben diese Entwicklung in ihrem Buch umfassend aufgearbeitet und auf dieser Grundlage die Ausstellung konzipiert. Bebildert wurden die Exponate vom Fotografen Mark Mühlhaus.

Zur Eröffnung in der vhs, Im Klaggarten 6, sprechen Landrat Dr. Mischak und Felix Münch von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) Grußworte. Anschließend geben die Kuratoren Weyrauch und Schmidt in einem Kurzvortrag Einblicke in zentrale Aspekte der Ausstellung und erläutern ihre Motivation.

Die Ausstellung ist bis zum 16. Oktober während der Geschäftszeiten der vhs – montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr – ohne Anmeldung zugänglich. Sie richtet sich an Interessierte ab 14 Jahren.

Eine verbindliche Anmeldung für die Eröffnung ist unter www.vhs-vogelsberg.de erforderlich. Gruppen und Schulklassen können Besichtigungstermine bei der vhs oder per E-Mail an dext@vogelsbergkreis.de anfragen.

Die Ausstellung ist ein Projekt des DGB-Bildungswerks Hessen und wird von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.