Zum Auftakt steuerte das Gremium den Skate- und Bewegungspark in der Fulda-Aue an. „Wir wollen in regelmäßigen Abständen rausgehen und uns ansehen, was umgesetzt wurde: Erfolge, Interessenkonflikte und Probleme“, betonte Ausschussvorsitzender Michael Ruppel zu Beginn. Mit dem Skatepark sei nach einer langen Planungsphase nun ein „multifunktionales und generationenübergreifendes Angebot für Sport, Bewegung und Begegnung“ entstanden, das sich harmonisch in die landschaftliche Struktur einfüge. „Hier ist etwas mit den Menschen entstanden“, erläuterte er. Stadtbaurat Daniel Schreiner ergänzte die Hintergründe: Früher befand sich auf dem Areal eine Erweiterungsfläche für das Feuerwehrmuseum mit älteren Skatemodulen. Mit Hilfe des Programms zur Städtebauförderung (ISEK) und nach intensiven Beteiligungsprozessen wurden rund 2,6 Millionen Euro investiert. Entstanden sei eine in Hessen seltene Anlage, die „hervorragend angenommen“ werde. Dabei entwickle sich mit der Zeit ein verbreiteter Verhaltenskodex vor Ort, auch Unfälle halten sich in Grenzen. Bei der anschließenden Diskussion standen vor allem die Toiletten-Situation an der Anlage im Vordergrund. Während direkt an der Skateanlage nur eine Absprache mit dem Feuerwehrmuseum in Aussicht stehe, sei es ein Ziel, die gesamte Toilettensituation in den Fulda-Auen zu überarbeiten, erklärte der Stadtbaurat.
Nächste Station war das Deutsche Feuerwehrmuseum. Ruppel erinnerte daran, dass der Gebäudekomplex des Museums, welches eine enorme Bedeutung für den Tourismusstandort Fulda habe, aus dem Jahr 1988 stamme und angesichts des in die Jahre gekommenen Gebäudes die Zukunft des Standorts neu gedacht werden müsse. Museumsleiter Bernd Müller-Strauß präsentierte im Anschluss die genaueren Pläne, mit denen die Verantwortlichen „Großes vorhaben“. Ziel sei es, ein gemeinsames Museum für die technische Historie des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung in Deutschland zu schaffen, bei dem „von Anfang an gleichberechtigt gedacht wird“, so Müller-Strauß. Seit 2021 sei intensiv an der Erarbeitung eines passenden Konzeptes gearbeitet worden, wobei es bei rund 150 historischen Fahrzeugen „mutige konzeptionelle Entscheidungen“ brauche, auch, um Bildung und Erlebnis stets zu verbinden. Gleichzeitig solle die Einrichtung multifunktional wirken, also unter anderem auch als Forschungsstandort und „Ort der Begegnung“, besonders für den Nachwuchs, dienen. Baurat Schreiner betonte, dass eine rein kommunale Unterhaltung kaum möglich sei. Neben einer Neuausrichtung des bestehenden Standorts werde daher parallel eine Lösung im Kulturhof geprüft, um mit einer geschätzten Förderkulisse von rund 18,5 Millionen Euro weder die Verbände noch die Stadt zu überlasten. Im Anschluss erhielten die Ausschussmitglieder eine Führung durch das Museum, bei der der Musemsleiter einen besonderen Fokus auf die Bedeutung des Ehrenamtes legte: „Das neue Konzept für das Museum soll auch eine Art Anerkennungskultur in baulicher Form werden“, betonte er.
Den Abschluss der Ortstermine bildete das Umweltzentrum Fulda. Vorsitzender Ruppel bezeichnete das Umweltzentrum als „Erfolgsmodell“ und „Paradebeispiel“ für Bildung in der Region. Geschäftsleiterinnen Rieke Trittin und Marion Gottschalk erläuterten im Ausschluss die Arbeit des Umweltzentrums unter dem Leitmotiv „Umweltbildung und mehr“ vor. Das Zentrum verstehe sich als Schnittstelle zwischen Wissensvermittlung, Stadt und Stadtgesellschaft. Die Änderungen im Zuge der Umgestaltung des Geländes, unter anderem durch die Ergänzung der „MiniNatur-Golfanlage“, seien gut angenommen worden, auch wenn der große Besucherandrang zu Kapazitätsgrenzen führe, insbesondere bei der Toilettensituation.
Im Anschluss besprach der Ausschuss das Thema der örtlichen Satzung der Stadt Fulda über die Gestaltung im Städtebau, von Freiräumen, baulicher Anlagen und über Werbeanlagen im „gründerzeitlichen Bahnhofsviertel“. „Das Viertel hat für Fulda nicht nur wegen der Lage, sondern auch wegen der Funktion als Ankommensort eine zentrale Bedeutung“, erklärte Schreiner. Ziel sei dabei die „angedachte Einheitlichkeit des Bahnhofsviertels erhalten zu können“, wobei die Satzung in Zukunft auf auch andere Quartiere ausgeweitet werden solle. Die Satzung wurde einstimmig beschlossen.
