Mit Campingstühlen und Picknickdecken machten es sich Besucher auf der Wiese vor dem Pavillon gemütlich und hörten den Vorlesungen zu. „Vor 87 Jahren begann der Zweite Weltkrieg“, begrüßte Sebastian Koch, Referent der Katholischen Akademie Fulda, die Zuhörer. Genau am 1. September 1939 begann der Überfall auf Polen, jedoch habe es dieser Tag nie wirklich in die Erinnerungskultur geschafft, obwohl es ein solch wichtiges Datum in der Historie sei, betonte Koch. Aus diesem Grund möchten der DGB-Kreisverband und die Katholische Akademie ein Zeichen für Frieden, Solidarität und Menschlichkeit setzen.
Vertreterinnen und Vertreter der Fuldaer Stadtgesellschaft trugen verschiedene Lesebeiträge zu den Themen Frieden, Kriegserfahrungen und gewaltfreiem Zusammenleben bei. Die Vielfalt der Stimmen zeigte unterschiedliche Perspektiven auf Frieden und die Bedeutung des Austauschs.
Insgesamt acht Leser hatten sich eine Passage aus einem Roman ausgesucht, die sie vorgelesen hatten. Den Anfang machte Michael Konow, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, der aus dem Roman „Petit Pays“ von Gael Faye vorlas, was auf Deutsch „kleines Land“ bedeutet. Und auch Steffen Jahn, Leiter des Dezernates Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat Fulda, las aus einem Buch auf einer historischen Begebenheit vor. In dem Buch „Der Krieg am Ende der Welt“ von Mario Vargas Llosa geht es um den historischen Canudos-Aufstand in Brasilien im späten 19. Jahrhundert.
