Lokales VB 22.09.2026

Update 2 - Flammen in Scheune und Wohnhaus - Ein Verletzter

Sellnrod (pf/pm) – Feueralarm in der Gemeinde Mücke im Vogelsbergkreis: Im Ortsteil Sellnrod wurden die Einsatzkräfte am Montagnachmittag gegen 15.45 Uhr zu einem Brandeinsatz mit dem Stichwort „F3“ in die dortige Stresemannstraße gerufen. Eine Scheune stand in Flammen, das Feuer drohte zudem auf Wohnhäuser überzugreifen. Ein Bewohner wurde verletzt, der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich (update 8.15 Uhr).

Fotos: Fuldamedia

Der Gemeindebrandinspektor von Mücke, Martin Schlosser, berichtete vor Ort von schwierigen Gegebenheiten: Zwei Scheunenbereiche hätten gebrannt, dazu drohte das Feuer, auf das direkt angrenzende Wohnhaus sowie ein weiteres benachbartes Haus überzugreifen. Demnach wurde umfangreich alarmiert, neben den Feuerwehr-Kräften waren auch DRK und THW vor Ort. Insgesamt waren es über 200 Einsatzkräfte an der Brandstelle. Auch Landrat Dr. Jens Mischak war zwischenzeitlich in Sellnrod vor Ort.

Mit drei Drehleitern aus Mücke, Homberg (Ohm) und Grünberg konnte das Feuer an der Scheune dann unter Kontrolle gebracht werden, ein Wohnhaus wurde außerdem vor den Flammen bewahrt. Das direkt angrenzende Wohnhaus sei jedoch „schwer in Mitleidenschaft“ gezogen worden, so Schlosser. Dort musste die Dachhaut geöffnet werden, um nach Brandherden zu suchen. Dabei wurde der Energieversorger mit ins Boot geholt, da auch die PV-Anlage auf dem Dach entfernt werden musste. In einem Teil des Ortes musste dazu der Strom kurzzeitig ausgeschaltet werden. Das Gebäude ist laut Polizei derzeit nicht bewohnbar.

Am Abend legten die Einsatzkräfte den Schwerpunkt dann voll auf den Dachstuhl des Wohnhaueses. Sollten die Brandherde gefunden werden, würde die Wehr das Feuer unter Kontrolle bekommen. Die Nachlöscharbeiten würden dennoch bis in die Morgenstunden andauern, vermutete Schlosser vor Ort.

Der Gemeindebrandinspektor berichtete außerdem von einer schwierigen Löschwasserversorgung, die gemeistert werden musste: Die Bäche seien noch sehr trocken, daher waren Tanklöschfahrzeuge aus den umliegenden Gebieten angefordert worden. Auch Atemschutzgeräteträger standen angesichts der Tageszeit am Montagnachmittag nur begrenzt zur Verfügung, daher wurden diese aus Gießen und Marburg gerufen. Wie die Feuerwehr außerdem angab, hatte ein Mann seinen Hund retten wollen – der 31-Jährige wurde bei dem Brand verletzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen erlitt er eine Rauchgasintoxikation. Er wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beziffert werden. Nach ersten Schätzungen liegt dieser im sechsstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache aufgenommen.